Aufbau und Methodik

„Sports4Peace“ – Vom Ich zum Du zum Wir

sports4peace  Würfel

Sports4Peace – das ist ein Projekt zur Förderung von Fairness, Kommunikation und Interaktion in Sport und Spiel. Auf diese Weise soll vor allem Kindern und Jugendlichen ein Anknüpfungspunkt für ein friedfertiges und solidarisches Miteinander in der Gesellschaft gegeben werden.

Als Grundlage dafür dient die Goldene Regel, wie sie in der christlichen Bibel, aber auch in den heiligen Schriften des Judentums, Islams und Hinduismus in ähnlicher Weise formuliert ist: „Was ihr von den anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen“ (Lk 6,13).

Faires Miteinander im Sport schließt nicht aus, dass man von jedem Spieler ein Maximum an eigenem Engagement verlangen kann: „Play hard – do your best!“ Dies schafft nicht nur eine Herausforderung, sondern auch ein Bewusstsein für den Wert des eigenen Beitrags zur Sache.

Bei allem Einsatz sollte die Rücksichtnahme, Ehrlichkeit und Fairness trotzdem nicht auf der Strecke bleiben. „Play fair!“, das bedeutet nicht nur die Spielregeln einzuhalten, sondern auch „positiv über andere reden und Wertschätzung für sie zeigen“.

Bei auftretenden Schwierigkeiten gilt: „Hang in!“. Nicht aufzugeben, das heißt nicht Verbissenheit, sondern gemeinsam mit anderen die Probleme auf eine konstruktive Weise lösen: Kooperation statt Isolation!

Kooperativ sollte der Umgang mit den Mitspielern immer sein – „Take care of!“, auch wenn es keine Probleme zu lösen gilt. Respekt und Offenheit sollten die Interaktion untereinander prägen, das bedeutet vor allem auch auf andere zuzugehen, auch auf die, die uns zunächst unsympathisch erscheinen.

Zur Kultur des Miteinanders, die Sports4Peace schaffen will, gehört auch, sich über den Erfolg des anderen zu freuen wie über den eigenen: „Celebrate!“ Für ein gutes Miteinander im Sport und letztlich auch in der Gesellschaft ist es wichtig, beides zu können: gewinnen und verlieren.

„Make a difference!“: Worum es bei diesem Projekt geht: ein offenes und positives Denken zu fördern und Vorurteile und Egoismus zu überwinden. Es geht um das gemeinsame Erreichen von Zielen, und um die Erfahrung, dass jeder Mensch wertvoll ist, „unabhängig von Sympathie, sportlichem Können und Leistungsfähigkeit“.

Dies sind die Sports4Peace-Regeln für ein faires Miteinander im Sport, die den Respekt untereinander fördern und soziale Kompetenz stärken sollen. Jede dieser Regeln gehört jeweils eine der sechs Seiten des Sports4Peace Würfels. Vor Beginn einer Sportaktivität entscheidet der Würfel darüber, welche der sechs Regeln im Spielgeschehen umgesetzt werden soll und was sie für den jeweiligen Sport bedeutet. Während der Aktivität überlegt sich jeder Spieler, in welcher Situation er selbst oder ein Mitspieler die Regel besonders gut umgesetzt hat. Am Ende werden diese Beobachtungen in der Gruppe besprochen, und für jede Handlung im Sinne der Regel wird ein „Goldener Ring“ vergeben. Diese Form der Selbst- und Fremdreflexion ist nicht nur pädagogisch wertvoll, sondern macht Erreichtes Sichtbar und lädt dazu ein, Erfolge mit anderen zu teilen. Sports4Peace – das sind nicht nur sporadische Projekte, sondern ist ein weltweites Friedensnetzwerk.


Als Stiftung beneVolens arbeiten wir nun schon einige Jahre nach der Sports4Peace-Methode. Die buntfarbigen Würfel kommen in verschiedensten Situationen und Seminaren zum Einsatz und fördern jedes Mal das  friedfertige und solidarische Miteinander der Gruppe. Gleichzeitig bedeutet jeder Würfelwurf Spaß und Spannung, da man nie weiß, unter welchem Motto die nächste Einheit stehen wird.


Unter www.sports4peace.net kann man sich über das Projekt und die Termine informieren sowie in Kontakt treten mit anderen Menschen, die über den Sport ein friedliches Miteinander gestalten und Gesellschaft verbessern wollen.