Projekt Ausbildungspatenschaften

Praktika und Tipps von Profis

Deutschlandweit gibt es eine Vielzahl offener Ausbildungsstellen, obwohl gleichzeitig ein Teil der Jugendlichen nach ihrem Schulabschluss ohne Ausbildung dasteht.

Um diesem Problem etwas entgegen zu setzen, hat die Stiftung beneVolens in Zusammenarbeit mit der katholischen Hauptschule Husen, im Jahre 2010 das Projekt Ausbildungspatenschaften – Berufliche Integration von HauptschülerInnen ins Leben gerufen. Es richtet sich an die Abschlussjahrgänge.

Ausbildungspaten als Wegbegleiter

Gemeinsam mit den Ausbildungspaten überlegen die Jugendlichen, wie ihre berufliche Zukunft aussehen könnte. Die Paten unterstützen bei der Analyse von Stellenanzeigen, beim Schreiben einer ansprechenden Bewerbung oder sie üben mit ihren Schützlingen Bewerbungsgespräche. Durch ihre langjährige Berufserfahrung – einige saßen selbst in Führungspositionen – wissen die Paten, worauf es bei einer  Bewerbung ankommt und können die Fähigkeiten und Eigenschaften der Jugendlichen, aber auch die Anforderungen einer Ausbildungsstelle, gut einschätzen.

Um die Ernsthaftigkeit der Patenschaft zu unterstreichen, unterschreiben Ausbildungspaten und junge Erwachsenen einen Ausbildungspatenschaftsvertrag. In diesem wird festgehalten, dass sich beide Seiten große Mühe geben werden. Ergänzend finden Seminare zur Kompetenzfindung und zu Arbeit und Arbeitsmarkt statt.

Praktika als Türöffner

Zum Projekt gehören zwei verschiedene Praktika. Nach einem dreiwöchigen Blockpraktikum, schließt sich ein mehrmonatiges Langzeitpraktikum an. Während dieses Praktikums lernen die Heranwachsenden an einem Tag in der Woche die verschiedenen Bereiche eines Unternehmens kennen. So können sie herausfinden, wo ihre Stärken und Schwächen liegen. Dadurch wird das Selbstwertgefühl der Projektteilnehmer gestärkt.

Optimalerweise mündet das Langzeitpraktikum in einen Ausbildungsvertrag. Durch das Projekt erhalten die jungen Erwachsenen die Möglichkeit, sich über einen längeren Zeitraum zu beweisen – was vielen ihrer gleichaltrigen Kollegen verwehrt bleibt.

Erfolg mit Potenzial

Das Projekt Ausbildungspaten ist erfolgreich. Mehr als die Hälfte der Projektteilnehmer, und damit überdurchschnittlich Viele im Vergleich zu anderen Hauptschülern, erhalten direkt nach Schulabschluss einen Ausbildungsvertrag. Doch das Projekt hat Potenzial, um ausgebaut zu werden.


Hier finden Sie einen Radiobeitrag zum Projekt „Ausbildungspatenschaften“ im Dortmunder „Radio 91.2“ (September 2013):