Projekt Suchtprävention

Hoffnung als zweite Chance

Eine der wichtigsten Gesellschaftlichen Aufgaben ist es, die Jugend zu stärken, schützen und aufzuklären. Das ist der Kern des beneVolens Projekts Suchtprävention, in Kooperation mit den suchttherapeutischen Bauernhöfen der Gemeinschaft Fazenda da Esperanca.

Während des Projekts, leben die Jugendlichen einige Tage lang auf einer Fazenda und leben gemeinsam mit den ehemaligen Abhängigen. Dazu gehört auch, beim alltäglichen Leben der Hofarbeit mitzuhelfen und sich an die dort herrschenden Regeln zu halten: Alkohol und andere Drogen, aber auch das Smartphone und Internet sind verboten.


Fazenda da Esperanca

bedeutet übersetzt Hof der Hoffnung. Die Fazendas bieten Drogensüchtigen und Abhängigen aller Art die Chance, innerhalb einer Gemeinschaft eine einjährige Therapie zu vollziehen. Die erste Fazenda wurde 1983 in Brasilien gegründet. Seitdem hat sich das Konzept schnell ausgebreitet, weltweit gibt es über 100 Einrichtungen, darunter mehrere in Deutschland. Die Fazenda da Esperanca und die Kommende-Stiftung beneVolens verbindet eine jahrelange Kooperation. Auch der Verein SocioMovens kooperiert mit den Fazendas.


Prägende Gespräche

Im Mittelpunkt des Aufenthalts stehen die Gespräche mit den sogenannten Rekuperanten. Durch die persönlichen Geschichten erfahren die Jugendlichen, wie leicht es sein kann, in die Abhänigkeit zu geraten und dadurch in den Strudel aus Drogen und Kriminalität. So erfahren sie, dass ihr Bild vom typischen Junkie falsch ist und die Gefahr der Abhängigkeit oft näher als gedacht. Das erlebnisorientierte Lernen steht im Vordergrund.


Die Gespräche zeigen auch, dass ein Wandel aus einer schwierigen Lebenssituation heraus möglich ist und es sich lohnt, nicht aufzugeben. Es gibt immer eine zweite Chance im Leben.


Veränderte Haltung

Nicht nur Drogen, Tabak und Alkohol, sondern auch Soziale Medien, Internet und Smartphones können abhängig machen. Das Ziel des Projekts Suchtprävention ist es, die Haltung der Jugendlichen gegenüber allen Formen der Abhängigkeit zu verändern, so dass sie bewusster konsumieren.

Neben den konkreten Auswirkungen und Problemen, die Drogen oder Soziale Medien verursachen, stehen die Grundlagen des deutschen Gesundheitssystems auf dem Programm.

Das Projekt Suchtprävention der Stiftung beneVolens ist fester Bestandteil des Sozialen Seminars und wird daneben als eigenständiges Projekt durchgeführt.