Seminar zur Suchtprävention 2015

Seminar zur Suchtprävention 2015

IMG_1183Beim Seminar zur Suchtprävention, einem Teil der Sozialen Seminare, verbringen die Schüler/innen ein Wochenende auf einem der suchttherapeuthischen Bauernhöfe der „Fazenda da Esperança“. Das Zusammenleben, die Begegnung und die Gespräche mit den dort lebenden ehemaligen Drogenabhängigen sollen neben der thematischen Auseinandersetzung zu einer Veränderung der Einstellung und Wahrnehmung gegenüber Drogen und Suchtgefahren führen. Zugleich werden die Schüler/innen in die Grundlagen der Gesundheitspolitik und -vorsorge eingeführt.

Im Sommer 2015 fanden die Projekte der verschiedenen Schulen im Kloster Hellefeld und im Kloster Mörmter statt.  Nach einem ersten Kennenlernen des Geländes sowie der Einrichtung begann die inhaltliche Arbeit mit einigen einführenden Übungen: Die Jugendlichen sollten dazu einzelne geschilderte Situationen genauer in den Blick nehmen und festlegen, ob es sich in genannten Fällen um Genuss oder Sucht handelt. Gerade in dieser Abschätzung und der damit einhergehenden Diskussion offenbarte sich der fließende Übergang zwischen regelmäßigem Konsum und Abhängigkeit. Durch ein Rollenspiel und die Analyse des Dokumentarfilmes „Vollrausch“ über junger Heranwachsende stiegen die Schüler/innen im Anschluss noch einmal vertieft in die inhaltliche Thematik des Wochenendes ein.

beneVolens, Suchtprävention, Kommende DortmundNoch wichtiger und intensiver war  der direkte Kontakt mit den Bewohnern der Fazenda. Dieser kam schon alleine durch die gemeinsamen Mahlzeiten und die im Miteinader geleistete Pflege der Tiere und des Hauses immer wieder zustande. Darüber hinaus berichteten die Bewohner den Teilnehmer/innen ihre Erfahrungen mit Drogen und Alkohol ausführlich. Diese in jugendlichem Jargon vorgetragenen Schilderungen der real erlebten „Abgründe“  berührten die Teilnehmer/innen dabei merklich: Eine Erfahrung, die durch die reine Informations- bzw. Wissensvermittlung wohl kaum möglich gewesen wäre.

Darauf aufbauend bot sich im abschließenden Teil des Wochenendes dann eine Auseinandersetzung mit dem deutschen Gesundheitssystem an. Die Jugendlichen lernten dabei neben wesentlichen Grundzügen und zentralen präventiv ausgerichteten Elementen nicht zuletzt wichtige Kontakt- und Hilfsstellen kennen. Doch es bleibt zu hoffen, dass sie diese nach den eindrucksvollen Erfahrungen des Wochenendes gar nicht brauchen werden.

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