Jahresarchiv: 2018

Czesc przyjacielu – Hallo Freunde

Völkerfreundschaft. Völkerverständigung. Kultereller Austausch.

Was diese Wörter bedeuten, haben eine Woche lang 40 Jugendliche aus Deutschland und Polen erlebt. Bereits im Herbst 2017 die Jugendlichen der Katholischen Hauptschule Husen zu Besuch im polnischen Zabrze, nun stand der Gegenbesuch an. Anders als bei normalen Schüleraustauschen, setzen sich die Jugendlichen in diesem Projekt jeweils mit einem spezifischen Thema auseinander. Die gesamte Woche beschäftigen sie sich mit der Armut in Europa und jagten dabei der Frage nach, wie sie gemeinsam eine gerechte und solidarische Zukunft gestalten können. Das Thema ist, angesicht der zunehmend frostiger werdenden Beziehungen auf europalitischer Ebene der beiden Länder, bewusst gewählt.

Um der Frage nachzugehen, besuchten sie gemeinsam soziale Intiativen und Einrichtungen in Dortmund wie das „Gasthaus statt Bank“ oder sprachen mit jungen geflüchteten Männern. Durch erlebnispädagogische Spiele konnten sie sich selbst in die Rolle von armen Menschen hineinversetzen und ihre Situation nachempfinden und blickten dabei auch über den europäischen Tellerrand hinaus, wie beim Tütenkleben oder beim Kaffeeparcours.

Wichtiger noch als die Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements war das Knüpfen von engen Freundschaften. Indem die Jugendlichen aus Polen und Deutschland einander kennenlernten, konnten sie bestehende Vorzuteile abbauen und so wirklich die Zukunft Europas gestalten.


Bereits zum siebten Mal haben die Kommende Dortmund und die Stiftung beneVolens das Projekt Gemeinsam die Zukunft gestalten durchgeführt. Mehr Infos zum Projekt gibt es hier.

Referentenschulung

Bock auf Bildungsarbeit?

Die Jugendstiftung beneVolens führt regelmäßig Projekte und Seminare mit bildungsbenachteiligten Jugendlichen durch. Die Leitung übernehmen keineswegs voll ausgebildeten Lehrkräfte wie in der Schule, sondern junge Erwachsene und Studierende, die ihr theoretisch erlerntes Wissen praktisch umzusetzen und Erfahrungen in der Jugendarbeit sammeln möchten. Habt ihr daran Interesse?

Um euch auf die Projekte vorzubereiten, findet vom 06. – 07. Juli eine Referentenfortbildung in der Kommende Dortmund statt.

Was bringt die Fortbildung?

Ihr erfahrt dort die grundlegenden Aspekte und Ziele der politischen Jugendbildung und lernt viele spannende erlebnispädagogische Übungen und Planspiele. Anschließend seid ihr bereit, um in die Jugendarbeit der Stiftung beneVolens einzusteigen.

Was kostet die Fortbildung?

Für euch? Gar nichts! Die Stiftung beneVolens übernimmt die Kosten der Fortbildung, Verpflegung und Übernachtung. Lediglich die Anreise müsst ihr selbst bezahlen.

Gehe ich irgendwelche Verpflichtungen ein?

Nein! Natürlich sind wir sind immer auf der Suche nach neuen Referenten. Wenn ihr nach der Fortbildung Bock auf Bildungsarbeit bei beneVolens bekommen habt, seid ihr herzlich Willkommen! Aber es gibt keine Verpflichtung dazu.

Wie kann ich mich anmelden? 

Bei offenen Fragen oder für die Anmeldung meldet ihr euch bei Robert Kläsener per E-Mail robert.klaesener@kommende-dortmund.de oder per Telefon 0231 20605-43.

Weiter Infos findet ihr im Flyer, den ihr euch hier anschauen könnt!

Impressionen der letzten Fortbildungen

Schülerbericht Suchtprävention

Erfahrungsbericht Projekt Suchtprävention. Von Emre Karaduman

Liebe Besucherinnen und Besucher der BeneVolens Homepage,

Das Soziale Seminar von der Gesamtschule Scharnhorst verbrachte 3 Tage vom 11.04.2018 bis zum 13.04.2018 gemeinsam in Xanten.

Wer war beteiligt?

Wie schon bereits erwähnt war es das Soziale Seminar aus der Gesamtschule Scharnhorst, wobei zum ersten Mal die Gruppe sich aus 9. und 10. Jahrgang zusammensetzte.

Was geschah in Xanten?

In Xanten hat das Soziale Seminar die Fazenda da Esperança besucht und den 3 tätigen Aufenthalt in einem Heu Hotel verbracht, das sich in der Nähe der Faszenda befand.



Warum haben wir die Fazenda da Esperança besucht?

Der Kurs hat die Faszenda besucht, da das Thema Sucht zu unseren Schwerpunkten im Seminar gehört. Um den Schülerinnen und Schülern ein bessere Perspektive von der Abhängigkeit zu veranschaulichen, hat sich der Seminarleiter Dennis Dyka mit seiner Kollegin aus der Kommende Dortmund und einer Lehrerkraft zusammen gesetzt um den Aufenthalt in Xanten möglich zu machen.

Welche Erinnerungen haben wir nach dem Aufenthalt behalten?

Das Soziale Seminar hat gelernt, dass es verschiedene Arten von Abhängigkeiten gibt und wie Menschen in diese hineingeraten können.

Die Schüler haben auch die positive Ausstrahlung der Bewohner von Fazenda da Esperança sehr zu Herzen genommen und diese auch wertgeschätzt. Jeder Schüler aus dem Seminar hat das komplette Gegenteil erwartet. Es fiel der Gruppe schwer Auf Wiedersehen zu sagen, da die Bewohner ihre harte und emotionale Geschichte preisgegeben haben.

Fortbildungstag

Kern der Arbeit der Stiftung beneVolens ist und bleibt das Soziale Seminar. Der Inhalt des langjährigen Projekts wird stetig aktualisiert und weiterentwickelt. Anfang April haben sich dafür die Referenten der Sozialen Seminare zu einem Fortbildungstag getroffen

Nach einer kritischen Reflexion der aktuellen Situationen an den verschiedenen Schulen, wurden neue erlebnispädagogische Übungen und Aufwärmspiele ausprobiert. Hauptbestandteil des Tages war das neue Modul Klimawandel. Dazu gab es bereits in den letzten Jahren verschiedene Übungen, zu nun aktualisiert und gebündelt wurden.

Daneben stand besonders der Austausch der Referenten über die jeweiligen Herangehensweisen im Fokus.


Nach dieser konkreten Fortbildung der Referenten der Sozialen Seminare, soll es im Sommer eine weitere zweitägige Referentenschulung geben, zu der auch neue Interessierte herzlich willkommen sind.

Manager der Zukunft

Seifenproduktion von Schülerfirma angelaufen

Vorsichtig lässt die Jugendliche die goldene Flüssigkeit ins Glas fließen, am Ende darf es kein Tropfen und kein Gramm zu viel sein. Neben ihr liegt zur Sicherheit die ausgedruckte Rezeptur; eine ganze Seite voller Angaben über verschiedene Flussigkeiten und Chemikalien. Abschließend ein schneller Blick auf den Zettel, ob an alles gedacht wurde. Ihre Laborkollegen nicken bestätigend und schon wird das Ruhrgerät angeworfen, die Stoppuhr zur genauen Zeitnahme steht bereit. Denn die Flüssigseife, die hier heute produziert wird, muss am Ende die perfekte Konsitenz haben.

Hände desinfizieren, Haare unter der Stoffhaube verstecken, weißer Kittel: Fast scheint es, als wären die Anwesenden wirklich Wissenschaftler. Dabei sind die Jugendlichen Schülerinnen und Schüler der Städtischen Hauptschule Kamen, die am Projekt „Entrepreneurshipseminar“ teilnehmen, welches unter anderem von der Stiftung beneVolens unterstützt und durchgeführt wird.

Runde zwei

Die Seifenproduktion, die vor einigen Wochen angelaufen ist, ist nur ein Teil des Projekts. Denn die Jugendlichen haben eine ganze Schülerfirma gegründet, die Black Rose Company, und arbeiten arbeitsteilig daran, den Erfolg des eigenen Unternehmens zu verbessern. Die aktuellen Nachwuchs-Manager bauen dabei auf den Erfolgen des ersten Jahrgangs auf und entwickeln das Unternehmen gezielt weiter. Während einige also die Seifen herstellen, sitzen andere beisammen und entwickeln eine Marketingstrategie. Dafür soll in kürze ein eigener Werbefilm gedreht werden.

Neben den Praxiseinheiten, die von Experten des Kosmetikherstellers La Mer begleitet werden, erlernen die Jugendlichen allgemein, wie Unternehmen aufgebaut sind und was für den Erfolg wichtig ist. Diese Unternehmertums- und Managementkenntnisse werden in unserer heutigen Zeit immer wichtiger und es nicht unwahrscheinlich, dass einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer später selbst ein Unternehmen gründen.


Das Projekt wurde in vergangenen Schuljahr mit dem IHK Schulpreis in der Kategorie Wirtschaftswissen ausgezeichnet. Die Erlöse aus dem Seifenverkauf fließen in das Projekt des nächsten Jahrgangs. Damit das innovative Projekt in Zukunft weiterlaufen kann, ist es allerdings weiterhin auf Spenden angewiesen.

Spenden Sie jetzt!

Fastenimpuls Nr. 3

Wöchenlicher Fastenimpuls Nr. 3

40 Tage! Nach besinnlicher Weihnachtszeit und Karnevalstrubel hat die Fastenzeit begonnen. 40 Tage. Warten auf Ostern. Wöchentlich gibt es innerhalb der nächsten 40 Tage kurze Impulse zu den Themen, mit denen wir als Stiftung, beziehungsweise mit denen sich besonders die Jugendlichen in unseren Projekten und Seminaren auseinandersetzen.

#Fastenimpuls

In den letzten Monaten wurde viel darüber gestritten, was fremd ist und was nicht. Und wie mit dem Fremden umgegangen werden soll. Diese Diskussion wird noch einige Zeit weitergehen.

Jede und jeder von uns ist auf eine gewisse Art aufgewachsen und erzogen worden. In manchen Situationen wird uns warm ums Herz, in anderen fühlen wir uns unwohl. Bei manchen Sachen haben wir einfach ein gutes, vertrautes Gefühl, andere sind uns fremd. Das betrifft auch das Verhalten und Auftreten von Menschen, die anders erzogen wurden als wir oder gar von ganz woanders herkommen.
Manche Menschen in unserer Gesellschaft finden das Fremde und Unvertraute aufregend und spannend. Andere möchten sich davon distanzieren, weil sie sich in einer vertrauten Umgebung wohler fühlen. Denn so unterschiedlich die verschiedenen Gesellschaften und Kulturen sind, so verschieden sind auch die Menschen innerhalb dieser.
Dabei sollten wir aber eins nicht vergessen: Egal wie unterschiedlich wir sind, egal was für Differenzen zwischen uns liegen, jede und jeden von uns verbinden dennoch Gemeinsamkeiten. Diese Gemeinsamkeiten sind manchmal auf den ersten Blick nicht sichtbar. Die Differenzen oft schon. Daher ist es umso wichtiger, mit anderen Menschen zu reden. Mit ihnen ins Gespräch zu kommen und sie kennezulernen. Niemand erwartet, dass man sich mit allen anfreundet.
Im Gespräch mit anderen kommen aber oft unerwartete Aspekte zu Tage. Dabei sollten wir nicht vergessen, dass das für alle Richtungen gilt. Für die uns zunächst unvertrauten Menschen, wie Flüchtlinge oder andere Ausländer. Aber auch für die, die eine andere Einstellung gegenüber diesen Menschen haben als wir.

Auf diesen Gemeinsamkeiten sollte, bei allen Differenzen, jede Art von Diskussion beruhen. Denn schlussendlich baut unser gesellschaftliches Miteinander und der Friede innerhalb und außerhalb unserer Gesellschaft auf den geteilten Werten und Einstellungen auf. Und nicht auf unseren Differenzen.

Fastenimpuls Nr. 2

Wöchentlicher Fastenimpuls Nr.2

40 Tage! Nach besinnlicher Weihnachtszeit und Karnevalstrubel hat die Fastenzeit begonnen. 40 Tage. Warten auf Ostern. Wöchentlich gibt es innerhalb der nächsten 40 Tage kurze Impulse zu den Themen, mit denen wir als Stiftung, beziehungsweise mit denen sich besonders die Jugendlichen in unseren Projekten und Seminaren auseinandersetzen.

#Fastenimpuls

Eigentlich müsste ich ziemlich neidisch sein. Neidisch auf die ganzen Produkte die mich umgeben. Denn die allermeisten Sachen, mit denen ich heute etwas gemacht habe, haben schon mehr von der Welt gesehen, als ich. Meine Uhr kommt aus China, meine Schuhe aus Vietnam. Mein morgendlicher Kaffee kommt aus Kolumbien, die Banane aus Brasilien und mein Rucksack aus Taiwan. Alles wahre Weltenbummler. Ich allerdings bin ich diesen Ländern noch nie gewesen. Trotzdem besitze ich jede Menge Produkte, die von dort stammen.

Stellen wir uns vor, wir würden an alles, was wir benutzen wollen, ein kleines Fähnchen mit dem Herkunftsort stecken. Sofort wäre unser Leben ein ganzes Stück bunter. Wahrscheinlich würde die halbe Welt in unseren vier Wänden vertreten sein. Die halbe Welt zuhause – das schafft nur die Globalisierung.

Doch meistens denken wir nicht so. Uns ist egal, woher die Dinge kommen, die wir im Supermarkt kaufen. Wir verdrängen, unter welchen Umständen Menschen anderswo arbeiten müssen, damit wir Kleidung kaufen können. Die Globalisierung hat eben auch Nachteile.

Statt Produkte aus der ganzen Welt zu uns zu holen, sollten wir lieber selbst die Welt bereisen. Uns anschauen, wie die Menschen in anderen Teilen der Welt leben. Wie sie arbeiten. Was für Produkte sie benutzen. Und was sie von der Welt denken und halten. Erst dann können wir viel besser verstehen, wie deren Produkte zu uns nach Hause kommen. Und was für einen Weg sie hinter sich haben.

Fastenimpuls Nr.1

Wöchentlicher Fastenimpuls Nr. 1

40 Tage! Nach besinnlicher Weihnachtszeit und Karnevalstrubel beginnt nun die Fastenzeit. 40 Tage. Warten auf Ostern. Wöchentlich gibt es innerhalb der nächsten 40 Tage kurze Impulse zu den Themen, mit denen wir als Stiftung, beziehungsweise mit denen sich besonders die Jugendlichen in unseren Projekten und Seminaren auseinandersetzen.

#Fastenimpuls

Aschermittwoch stellt den Beginn der Fastenzeit dar. In 40 Tagen, an Ostern, feiern wir die Auferstehung von Jesus Christus. Traditionell treffen sich immer heute viele politischen Parteien und reden darüber, was im Moment in Deutschland los ist

Aber nicht nur dort wird über Politik geredet, sondern überall. In der Bahn, in der Schule, auf der Arbeit oder ganz privat mit Freunden. Und das ist gut so. Eine Demokratie lebt davon, dass es unterschiedliche Meinungen gibt und man darüber redet, was wohl am besten sein könnte.

So unterschiedlich die Meinungen auch sein mögen, Demokratie bedeutet viel mehr, dass wir trotzdem alle gleich sind. Wir haben die gleichen Rechte. Niemand sollte wegen seiner Herkunft, seines Aussehens oder seiner Religion diskriminiert werden. Und alle sollten die gleichen Chancen haben, ihr Leben so zu leben, wie sie es möchten. Ansonsten wäre das ziemlich ungerecht.

Manchmal kann es auch in einer Demokratie ziemlich ungerecht zugehen. Auch in Deutschland. Doch manchmal hilft es, sich die Demokratie als ganz große Gemeinschaft oder Familie vorzustellen. Auch dort läuft vieles besser, wenn man sich gegenseitig hilft und unterstützt. Denn gemeinsam können wir viel erreichen. Warum nicht gleich jetzt, zu Beginn der Fastenzeit, damit anfangen?

Erste Seminare des Jahres

Countdown – Globalisierungsseminare in den Startlöchern

Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, da stehen schon die ersten Seminar- und Projektwochen der Stiftung beneVolens an. An gleich vier Schulen – der Emscherschule Aplerbeck, der Gesamtschule Scharnhorst, der Heinrich-Böll-Gesamtschule und der Städtischen Hauptschule Kamen – finden ab Mitte Januar Globalisierungsseminare statt.

Für die Eine Welt

Die gesamte Projektwoche dreht sich um die Frage, wie ein gerechtes Zusammenleben aller Menschen auf dieser Erde in Zeiten der Globalisierung gestaltet werden kann. Zentraler Baustein unserer Arbeit ist die Idee, dass die teilnehmenden Jugendlichen nachempfinden sollen, wie das Leben ihrer Altersgenossen in anderen Teilen der Welt aussieht. Daher setzen wir auf praxisnahe und erlebnispädagogische Übungen. Beim Kaffeeparcours lernen sie, wie schwer es ist Säcke voller Kaffeebohnen zu tragen. In anderen Übungen erfahren sie, wo die Rohstoffe ihrer Smartphones herkommen. So lernen sie automatisch, wie wichtig beispielsweise fairer Handel ist.

Anstatt reines Wissen zu vermitteln, ist es der Stiftung beneVolens als bewusster Gegenpol zum Schulalltag wichtig, den jungen Erwachsenen Wertschätzung entgegenzubringen um ihr Selbstvertrauen und ihren Glauben an die eigenen Stärken zu fördern.


Mehr über die Globalisierungsseminare finden sie hier.