Author Archives: Joel Hunold

Manfred-Fischer-Stiftung unterstützt Wirtschaftsethik-Projekt

Die Stiftung beneVolens und die Kommende Dortmund führen gemeinsam das Pilotprojekt Wirtschaftsethik an Schulen durch. Es befindet sich aktuell in einer Pilotphase und besteht aus verschiedenen Teilprojekten. Dazu zählen Workshops, thematische Unterrichtblöcke und mehrtägige Seminareinheiten und Planspiele. Diese Blöcke werden seit anderthalb Jahren an einer Schule in Arnsberg entwickelt und erprobt.

Das Projekt hat zum Ziel, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Funktionsweise unseres aktuellen Wirtschaftssystems nahezubringen und sie zur Reflexion über dessen Probleme und Hindernisse anzuregen. Kern des Projekts ist die Frage, wie die ethischen Aspekte der katholische Soziallehre mit unserer Wirtschaft in Verbindung gebracht werden können.

Unternehmerisches Denken und Handeln fördern

Die Manfred-Fischer-Stiftung der Westfälischen Kaufmansgilde e.V. findet diese Ziele unterstützenswert und fördert das Projekt Wirtschaftsethik an Schulen mit 6.500 Euro. Laut eigener Angaben will sie dadurch das unternehmerische Denken und Handeln in gesellschaftlicher Verantwortung fördern.

Man hoffe auch in Zukunft darauf, die kaufmännische Ausbildung auf allen Bildungebenen, von der Schule bis zur Universität, im bisherigen Umfang unterstützen zu können, betonte F. Peter Schmitz, Vorsitzender der Manfred-Fischer-Stiftung bei der Spendenübergabe. Dafür bedürfe es aber engagierter Initiativen wie dem Projekt Wirtschaftsethik an Schulen.

Jugendliche als wütende Arbeiter – Teil eines Planspiels im Projekt Wirtschaftsethik an Schulen zum Thema Digitalisierung und Arbeitsplatzverlust. Foto: beneVolens

Zuvor hatte Prälat Peter Klasvogt, Direktor der Kommende Dortmund und stellvertretender Vorsitzender der Stiftung beneVolens, dem Vorstand der Manfred-Fischer-Stiftung von bisherigen Erfolgen und dem Verlauf der Pilotphase berichtet. Zusammengefasst sagte er, dass die Jugendlichen positiv auf das Bildungsangebot reagieren und es sich lohnen würde, schon frühzeitig in der Schule mit ökonomischer Bildung zu beginnen. Besonders an dem Projekt sei, dass die Schülerinnen und Schüler dabei ihr eigenes wirtschaftsliches Handeln als Konsumenten hinterfragen.

Aktuell werden weitere thematische Bausteine für das Projekt Wirtschaftsethik an Schulen entwickelt. Langfristiges Ziel ist es, ein jahrgangsübergreifendes Curriculum zu entwickeln, um das Projekt auf weitere Schulen auszuweiten.

F. Peter Schmitz (4.v.l), Vorsitzender der Manfred-Fischer-Stiftung, überreicht Prälat Peter Klasvogt (4.v.r) die Spendenurkunde in Höhe von 6500 Euro
F. Peter Schmitz (4.v.l), Vorsitzender der Manfred-Fischer-Stiftung, überreicht Prälat Peter Klasvogt (4.v.r) die Spendenurkunde in Höhe von 6500 Euro. Foto: Manfred-Fischer-Stiftung.

Zwischen Goethe und Buchenwald

Weimar – Wahlheimat von Dichtern und Literaten wie Goethe und Schiller, Geburtsort der ersten richtigen deutschen Demokratie sowie des Bauhaus-Stils der Kunst und Architektur, aber auch Stätte des größten Konzentrationslagers auf deutschem Boden. Wenige Städte in Deutschland bündeln so viel Geschichte auf so kleinem Raum wie Weimar.

Anfang Feburar wird sich die neunte Klasse der Sekundarschule Wickede (Ruhr) – inklusive des gesamten Sozialen Seminars der Schule – auf den Weg in die thüringische Universitätsstadt machen, um dort hautnah deutsche Geschichte zu erfahren. Im Zentrum der vier Projekttage – von denen zwei in Weimar selbst verbracht werden – steht die Bedeutung einer Verfassung für die Demokratie.

Besuche von KZ-Gedenkstätten haben bei beneVolens-Tradition – sie sind fester Bestandteil des deutsch-polnischen Seminars, welches hier Auschwitz besucht. Foto: beneVolens.

Was regelt unsere Verfassung und wieso ist sie überhaupt wichtig? Was bedeuten Prinzipien wie Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie? Und was passiert – am Beispiel der Weimarer Republik in den 1930er Jahren – wenn diese Verfassungsprinzipien eingeschränkt oder außer Kraft gesetzt werden? Mit solchen Fragen werden sich die Jugendlichen beschäftigen.

Neben Planspielen und erlebnispädagogischen Übungen steht dabei ein Stadtrundgang durch Weimar sowie ein Besuch der Gedenkstätte des KZ Buchenwald auf dem Programm. Auch die persönliche Rolle und die eigene Verantwortung in der Gesellschaft soll besprochen und reflektiert werden.

Mensch – Du hast Rechte!

Die Stiftung beneVolens hat das Projekt „Recht und Würde“, welches noch bis Anfang März im Dortmunder U besichtigt werden kann, unterstützt. Konkret stellt das Projekt eine Plakatkampagne dar, die sich um die 30 Artikel der allgemeinen Menschenrechte dreht.

Dafür haben sich im Vorfeld verschiedene gesellschaftliche Gruppen – insgesamt rund 160 Dortmunderinnen und Dortmunder – szenisch und fotographisch mit den Menschenrechten beschäftigt – und jeweils überlegt, wie diese anhand von Plakaten dargestellt werden können.

Foto: Selfiegrafen

beneVolens ermöglicht SchülerInnen Projektteilnahme

Durchgeführt wurde das Projekt von von LAG Kunst & Medien NRW e.V., der Initiative Selfiegrafen/Iris Wolf und Jörg Meier und der UZWEI im Dortmunder U.

Herausgekommen ist eine Ausstellung, die noch bis zum 01.März 2020 im Dortmunder U besichtigt werden kann. Einen spannenden Einblick in das Projekt bietet zudem ein zwölfminütiger Dokumentationsfilm.

Unter den 160 Dortmunderinnen und Dortmundern waren auch Schülerinnen und Schüler der Emscherschule Aplerbeck. Diesen hat die Stiftung beneVolens durch eine finanzielle Unterstützung die Teilnahme am Projekt Recht und Würde ermöglicht.

Heute sind wir eins

Deutsch-Polnischer Jugendaustausch in St. Annaberg

Die Stiftung beneVolens unterstützt seit fast zehn Jahren deutsch-polnische Austauschwochen. Doch seit diesem Schuljahr gibt es nicht nur ein, sondern zwei Austausch-Projekte. Neben dem Projekt in Krakau trafen sich Ende September 45 Jugendliche aus Essen und dem polnischen Zabrze in St. Annaberg (kleiner Ort zwischen Breslau und Kattowitz). Thematisch haben sie sich dort mit der Bedeutung und den Auswirkungen der sozialistischen totalitären Herrschaft in Polen beschäftigt sowie mit dem Beitrag Polens zur Überwindung der Teilung Europas. Dank des besonderes Themas wurde das Projekt mit dem Richeza-Preis der Nordrhein-Westfälischen Landesregierung ausgezeichnet.

Gemeinsam haben die Jugendlichen beider Länder historische Orte besucht wie das schlesischen Zentrum der Freiheit und der Solidarität in Kattowitz. Dort konnten sie im Austausch mit Zeitzeugen erfahren, unter welchen Repressionen diese unter dem Regime im damaligen Polen lebten, aber auch wie sich viele Menschen über zivilgesellschaftliches Engagement für eine freiheitlich-demokratische Grundordnung stark gemacht haben. So wurde während der Woche auch die friedliche Revolution im Juni 1989 in Polen thematisiert.

Auch beim Besuch des Bergwerks Wujek konnten die Jugendlichen mit einem Zeitzeugen reden, der während der kommunistischen Herrschaft für seine Freiheit eingetreten und deshalb als politischer Gefangener inhaftiert war. Daneben haben sie dort einen Eindruck des kommunistischen Arbeitsideals erhalten. Später wurde auch die Rolle der Kirche im Kampf gegen das System in Polen und in der DDR themamisiert und diskutiert.

Gemeinsame Geschichte verbindet

Daneben stand während des Austauschs die Begegnung der Jugendlichen beider Länder im Zentrum. Sie schauten sich gemeinsam Zabrze und Krakau an, verbrachten die Abende zusammen und diskutierten darüber, welche Verantwortungen sie selbst, als junge Generation Europas – und nach der Projektwoche als Freunde – heute haben. Dabei entdeckten sie, wie viel sie durch die gemeinsame Geschichte, aber auch durch die ähnlichen Wünsche und Hoffnungen verbindet.

Der Austausch mit Polen war eine echt tolle Erfahrung. Besonders gefallen hat mir, dass wir uns mit dem polnischen Beitrag zu den damaligen Ereignissen in Deutschland beschäftigt haben und wir uns direkt mit den polnischen Schülerinnen und Schülern austauschen konnten. Der Austausch hat mir einen ganz anderen Eindruck über die polnische Kultur gegeben, da ich auch viel über das Leben und die verschiedenen Sitten Polens erfahren habe.

Schüler der Gustav-Heinemann-Gesamtschule, Essen

Ziel des Projekt zwischen den Schulen aus Essen und Zabrze war es, der jungen Generation zu zeigen, wie ein Individuum durch ein (totalitäres) System unterdrückt werden kann und dennoch nach Freiheit streben und für diese kämpfen kann. Angesichts zunehmend nationalistischer und populistischer Tendenzen in Deutschland und Polen eine wichtige Mahnung aus der gemeinsamen Geschichte. So diente das Projekt von beneVolens und der Kommende Dortmund – welches vom DPJW unterstützt wird – der Stärkung und Vertiefung der deutsch-polnischen und europäischen Beziehungen anhand des historischen Beispiels des Zusammenbruchs des Ostblocks von 1989. Dafür wurde es vom Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Richeza-Preis für herausragende Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung ausgezeichnet.

„Da gehen die Jugendlichen mit einem guten Gefühl nach Hause“

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Tobias Dyka und Charlotte Bachmair leiten ab diesem Schuljahr gemeinsam das beneVolens-Projekt „Entrepreneurship- Hauptschüler als Unternehmer“ an der Hauptschule Kamen. Tobias Dyka ist bereits zum dritten Mal als Referent dabei, Charlotte Bachmair zum ersten Mal.  Im Interview erzählen sie über die Erfolge der vergangenen Jahre, die Sicht der Kamener Bürger auf das Projekt und was Döner und Seife miteinander zu tun haben.

bV: Lieber Tobias, liebe Charlotte: Das Entrepreneurship-Projekt wurde 2016 gegründet und ist jetzt in seine vierte Runde gestartet. Seid ihr aufgeregt?

Charlotte: Weniger aufgeregt, aber gespannt bin ich auf jeden Fall. Ich bin ja neu im Projekt mit dabei. Und ich finde es immer spannend eine neue Gruppe kennen zu lernen. Wie sind die so? Was für Arten von Menschen sind da drin? Tobias hat ja diese Erfahrungen in den letzten Jahren schon gemacht.

Tobias: Stimmt, aufgeregt bin daher ich nicht. Aber ich bin auch gespannt, was die Schülerfirma dieses Jahr auf die Beine stellt. Was wird wohl das Besondere an diesem Schuljahr sein? Letztes Jahr waren das die Werbeclips und die Special Edition der Seife – mal schauen, was die Schülerinnen und Schüler dieses Jahr für Ideen haben.

bV: Blicken wir doch bei dem Stichwort erst einmal zurück. Wie lief denn das Projekt letztes Jahr?

Tobias: Wir haben insgesamt knapp 170 Seifen verkauft und die Jugendlichen haben das ganze Projekt ziemlich gut angenommen. Wie erwähnt haben wir am Ende eine schwarze Sonderedition der Seife erstellt, die innerhalb von einer halben Stunde ausverkauft war. Das war schon die richtige Entscheidung der Jugendlichen, da was Besonderes einzubauen. Unser Highlight war dann noch der Abschluss: Von einem Teil der Einnahmen haben wir uns einen Dönerspieß bestellt und haben in der Schule Döner gegessen. Also wie man das aus der Dönerbude kennt, ein richtiger großer Spieß. Das war schon klasse für alle.  

Charlotte: Und nicht nur die Jugendlichen haben sich positiv zum letzten Jahr geäußert, sondern auch der Kamener Bevölkerung. Die Seife wurde ja dort auf dem Wochenmarkt verkauft und die haben gut zugeschlagen.

Tobias: Ich kann mich an eine Situation erinnern, als eine alte Dame zu uns kam und meinte: „Ach, ich dachte sie stehen hier jede Woche, ich kaufe mir direkt mal drei, dann hab ich vorgesorgt.“

bV: Wie sieht denn im Vergleich dazu dieses Schuljahr aus, gibt es da schon konkrete Pläne?

Charlotte: Wir haben uns jetzt schon ein paar Mal getroffen, auch wenn jetzt erst die Herbstferien dazwischen waren. Als nächstes steht dann eine Betriebsbesichtigung bei La Mer in Cuxhaven an. La Mer unterstützt das Projekt mit Materialien und ihrem Fachwissen. Über die galt es sich dann erstmal durch Referate zu informieren und wir schauen uns natürlich allgemein an, wie so eine Firma aufgebaut ist und was es für Aufgaben gibt. Und dann werden die Jugendlichen sich bald schon auf die verschiedenen Abteilungen der Schülerfirma aufteilen.

bV: Plant ihr große Neuerungen im Projekt oder wird sich das erst alles mit der Zeit ergeben?

Charlotte: Wir wollen auf jeden Fall eine neue „Controlling-Gruppe“ einführen, die alle Termine im Blick hat und schaut, was haben wir bis jetzt, was brauchen wir noch. Also die die ganze Firma noch etwas steuert und auch Verantwortung von uns als Teamern wegnimmt. Damit bekommen die Jugendlichen noch mehr den Blick für das Ganze und sehen, wie die Prozesse da ablaufen.

Tobias: Außerdem überlegen wir, ob wir in Cuxhaven quasi eine offizielle Firmengründung machen wollen. Das wir denen quasi einen Vertrag für das Schuljahr vorlegen und erklären, „So fängt das auch im richtigen Leben an, wenn man irgendwo anfängt zu arbeiten und das und das sind die Punkte, die in so einem Vertrag wichtig sind.“ Angepasst für unsere Schülerfirma natürlich.

Charlotte: Da steht dann sowas drin wie „Die Urlaubszeiten berufen sich auf die Ferienzeiten NRW“

Tobias: Oder das die Vergütung nicht geldlich erfolgt, sondern in Form eines Gruppenausflugs.

bV: Oder in Form eines gemeinsamen Döner-Essen.

Charlotte: Oder so! Ich würde mich außerdem freuen, wenn wir das Thema Nachhaltigkeit und Umwelt und Soziales behandeln können. Es gab zum Beispiel letztes Jahr schon die Anfrage von Kunden, dass sie gerne Nachfüllpacks haben möchten. Und klar, wir müssen schauen ob die Schüler das wollen, aber wenn das Interesse von außen da ist, ist das ja nochmal was Anderes als wenn wir das einbringen.

Tobias: Ansonsten geben wir denen aber inhaltlich nichts vor. Das kommt dann alles von den Schülerinnen und Schülern. Also wenn die Gruppe sagt, wir wollen das machen, dann setzen wir das auch um. Charlotte und ich versuchen das dann natürlich ein bisschen anzuleiten. Klar ist, wie Charlotte sagt, Nachhaltigkeit im Moment ein wichtiges Thema und wenn schon Leute nachgefragt haben, wollen wir den Schülerinnen und Schülern nahelegen, dass es Menschen gibt, die daran denken und dadurch ja auch Abnehmer sind.  Aber von uns aus gibt es sonst keine großen Impulse, deshalb ist es ja auch eine Schülerfirma.  

bV: Wo glaubt ihr wird sich das Projekt in den kommenden Jahren hin entwickeln?

Tobias: Also wir hoffen auf jeden Fall erstmal, dass La Mer uns auch die nächsten Jahre unterstützt. Es ist ganz wichtig, die Jugendlichen schon mal an die Berufswelt ran zubringen. Das hilft denen enorm. Und ich denke, dass wir schwerpunktmäßig erstmal in Kamen bleiben. Die Seife hat sich da schon einen Namen gemacht. Es gab zum Beispiel vor kurzem die Anfrage, dass die Stadt Kamen alle Seifenbehälter im Rathaus mit unserer Seife auffüllen möchte…

Charlotte: Was natürlich nicht möglich ist, sowas können wir nicht stemmen. So eine Massenproduktion ist ja auch nicht in unserem Interesse. Es geht ja auch darum, dass die Schülerinnen und Schüler Kontakt zu Kunden haben. Eine Massenproduktion, in der die Seife nur noch in der Stadt verteilt wird, das sind nicht mehr wir. Aber trotzdem sieht man daran, dass das Projekt in Kamen super etabliert ist und es sinnvoll ist, da zu bleiben. Auch die Schule und die Lehrkräfte stehen total dahinter.

bV: Abschließend, was erreicht ihr mit dem Projekt?

Tobias: Also wenn ich daran denke, dass wir mit den Jugendlichen bald wieder Döner bestellen können… Nein Spaß beiseite. Also ich glaube sie nehmen da ganz viel draus mit. Die Wertschätzung, wenn die dann auf dem Markt stehen und ganz viele dahin kommen und sagen“ Wow, die Seife ist gut“ und wo die Schüler dann sagen können „Das haben wir gemacht, das waren unsere Ideen“ und da dann ein Feedback kommt. Da gehen die mit einem guten Gefühl mit nach Hause.

Charlotte: Und sie lernen nochmal ihre eigenen Stärken kennen. Durch die verschiedenen Bereiche, die sich im Laufe der Zeit entwickeln, können die Schüler erkennen, in welchem Bereich habe ich meine Stärken, wo kann ich mich nochmal drauf fokussieren? Das ist glaube ich im Alltag oft schwierig zu erkennen und da können die gucken: Vielleicht kann ich gut zeichnen, dann kann ich das Logo entwickeln. Ich habe vorher schon mal ein Video geschnitten und kann da meine Stärke auch wirklich ausspielen und verstärken. Das Projekt ist nicht nur für die konkrete Berufswahl, sondern um überhaupt zu wissen, was man machen möchte, ganz ganz wichtig. Also ich glaube das es für die spätere nicht nur Berufswahl, sondern halt auch um überhaupt zu wissen, was man machen möchte, ganz ganz wichtig ist.


Neugierig geworden nach diesem Interview? Weitere Informationen zum Projekt Entrepreneurship – Hauptschüler als Unternehmer, finden Sie hier.

Wohin kann uns das führen…?

Polnisch-Deutscher Schüleraustausch – Ein Erfahrungsbericht

„Das Soziale Seminar der Katholischen Hauptschule Husen aus Dortmund und Schülerinnen und Schüler des Deutschkurses der Publiczne Salezjanskie Liceum Ogólnoksztalac trafen sich Anfang September in Krakau zum einem Deutsch-Polnischen Schüleraustausch. Im Zentrum stand der Gedanke, die jeweilige Kultur des Nachbarlandes kennen zu lernen und die gemeinsame Geschichte in der NS-Zeit aufzuarbeiten.

In einer Führung durch das jüdische Ghetto Krakaus konnten wir einige jüdische Traditionen selbst entdecken und die Geschichte der Synagogen hören.

Auch ein gemeinsamer Besuch des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau stand auf dem Programm. Dort wurden uns eindrucksvolle Geschichten über die Gepflogenheiten und Zustände im Lager erzählt.

Aus der bedrückenden Atmosphäre heraus wurde allen schnell klar, dass so etwas nie wieder passieren darf. Im Anschluss entwickelten die Jugendlichen zusammen Ideen, um Rassismus keine Chance zu bieten.

Beim abschließenden gemeinsamen Grillen nutzten wir die verbleibende Zeit, um Völkerverständigung im Sport zu leben. Dank der schönen Woche bei unserer Partnerschule im polnischen Krakau, freuen sich schon alle auf das Wiedersehen Ende Mai 2020 in Dortmund zum Thema “Armut in Europa”.“

Fiona Brinks und Maja Brockmann, beneVolens-Referentinnen


Erster Besuch in Krakau

Das Deutsch-Polnische Seminar gibt es schon seit einigen Jahren. Doch seit dem Schuljahr 2019/2020 hat sich das Projekt zum ersten Mal stark verändert. Das liegt vor allem daran, dass nicht mehr zwei, sondern insgesamt vier Schulen am Projekt teilnehmen.

Der Austausch zwischen der Hauptschule Husen und deren Partnerschule in Krakau hat zum ersten Mal stattgefunden. Bisher ging es für die Dortmunder stets nach Zabrze, was zwischen Krakau und Warschau liegt. Nun also der neue Anlauf mit dem Lyceum aus Krakau. Währenddessen hat die beneVolens Stiftung zugleich mit der Gustav-Heinemann-Gesamtschule aus Essen einen neuen Partner für die Schule in Zabrze gefunden. Das Projekt wird weiterhin vom Deutsch-Polnischen Jugendwerk gefördert und unterstützt.

Radioportage

Der Deutschlandfunk hat eine Reportage über den Deutsch-Polnischen Jugendaustausch produziert.

„Vor den Parlamentswahlen: Was Polen über Deutschland denken“ Quelle: Deutschlandfunk am 1. Oktober 2019


Arbeiter vs. Roboter: Wie Jugendliche mit wirtschaftsethischen Fragen umgehen

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Planspiel zum Thema Wirtschaftsethik und Digitalisierung

Stellen Sie sich vor, Sie sind bei einer Firma angestellt und leisten gute Arbeit. Dem Unternehmen geht es blendend, es fährt seit Jahren Gewinne ein. Auch, weil das Lohnniveau aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit in der Region recht niedrig ist. Doch die Geschäftsführung plant langfristig. Und will nun eine Handvoll Roboter kaufen, um in Zukunft Kosten zu sparen. Sie werden dadurch überflüssig. Verlieren ihren Job. Was machen Sie? Wie geht die ganze Geschichte aus?

Genau vor diesem Szenario standen Mitte September die Jugendlichen der Jahrgangsstufe EF des Mariengymnasiums in Arnsberg. Als Teil eines Planspiels wurden sie in fünf verschiedene Gruppen eingeteilt – betroffene Arbeiter, die Geschäftsleitung, Betriebsrat, Vertreter des Roboter-Herstellers und Pressevertreter. Gemeinsam mussten sie eine Lösung für diese Dilemma-Situation finden.

Vor den Diskussionen über das für und wider der Roboter stand zunächst ein Theorieteil: Was macht eigentlich ein Betriebsrat? Welche Rechte haben die betroffenen Arbeiter? Welche Pflichten hat die Geschäftsführung und wem gegenüber müssen sie Rechenschaft ablegen?

Verhandlungen wie im echten Leben

Mit Wissen gestärkt ging es dann in die Verhandlungen zwischen den verschiedenen Fraktionen. Hier zeigte sich schnell, dass die Jugendlichen allesamt den Interessenkonflikt verstanden hatten: Sie wussten, dass Unternehmen zwar Gewinne machen müssen. Aber gleichzeitig auch eine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und ihren Angestellten haben.

Umso spannender waren daher die Verhandlungen selbst: Wie im echten Leben haben sich die verschiedenen Gruppen zuvor intern auf Positionen geeinigt und dann Vertreter zu den anderen geschickt, um einen Kompromiss zu erarbeiten. Zwischendurch wurden Teile der Verhandlungen durch die wütenden betroffenen Arbeiter gestürmt, deren Plakate Sprüche wie „Ihr klaut unsere Existenz“ zierten.

Daher war es auch gar nicht so einfach, einen Kompromiss zu finden. Schließlich mussten Aspekte wie die hohe Arbeitslosigkeit in der Region, internationale Konkurrenz, mögliche Umschulungen auf andere Bereiche und Unternehmen und natürlich die Gewinnerwartungen des Unternehmens und Roboterherstellers beachtet werden, während die Presse alle Beteiligten stets über Neuigkeiten auf dem Laufenden hielt.

Wie sah die Lösung am Ende aus? Statt sofort viele Roboter zu kaufen, sollte ein langfristiger Vertrag sicherstellen, dass alle vier Jahre neue Roboter ins Unternehmen kommen. Schrittweise sollten dadurch ohne drastische Entlassungen die Arbeitsplätze reduziert werden. Gleichzeitig hat der Roboter-Hersteller angeboten, als Ausgleich einen Teil der Arbeiter zu übernehmen, wenn das Ursprungsunternehmen für deren Umschulung zahlt. Mit diesem Kompromiss waren schlussendlich alle Gruppen zufrieden.  

„Unternehmen sollten nicht nur den Gewinn sehen, denn sie haben auch eine Verantwortung“

Teilnehmer des Wirtschaftsethik-Planspiels

Wichtiger als das Ergebnis ist allerdings, dass die Jugendlichen dafür sensibilisiert wurden, soziale und wirtschaftliche Fragestellungen zusammen zu denken. Das Planspiel ist Teil des Projekts „Wirtschaftsethik an Schulen“ der Stiftung beneVolens. Seit zwei Jahren wird in Kooperation mit dem Mariengymnasium ein komplettes Curriculum „Wirtschaftsethik“ entworfen, wodurch das Thema während der gesamten Schullaufbahn in verschiedenen Kontexten und Fächern angesprochen werden soll.

Nachhaltig in die Zukunft

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Erfolgreiche Projektwochen zum Thema „Substainable Development Goals“

Anfang September hat die Stiftung beneVolens eine Projektwoche zum Thema SDG – Substainable Development Goals und Agenda 2030 veranstaltet. Im weiteren Laufe des Schuljahres werden Jugendliche aus insgesamt sieben Schulen – größtenteils in Form des Sozialen Seminars – an den SDG-Seminartagen in der Kommende Dortmund teilnehmen.

Als SDGs werden die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung bezeichnet, die  2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurden. Alle UN- Mitgliedstaaten haben sich durch die Unterzeichnung des Vertrags „Agenda 2030“ dazu verpflichtet, diese Ziele bis zum Jahr 2030 zu verwirklichen.

Nach einer kurzen Einführung zum Thema Nachhaltigkeit lernten die Jugendlichen in den folgenden Tagen mehr über die Ursachen und Folgen des Klimawandels, über Fluchtursachen, fremde Kulturen und über die Bedeutung von fairem und gerechtem Handel.

Was bedeutet fairer Handel? Auch das ist ein Thema in den SDG Projektwochen.
Kaffee-Säcke schleppen ist Teil des Projekts SDG

Die unterschiedlichen Themen wurden in Form erlebnispädagogischer Spiele erarbeitet. So rechneten die Schüler beispielsweise ihren ökologischen Fußabdruck aus oder suchten in umliegenden Supermärkten nach Fair-Trade Produkten. Außerdem konnten sie erleben, welchen Weg unser Kaffee geht, vom Pflücken über das Sortieren und Schleppen der schweren Säcke voller Bohnen, bis hin zum Rösten und Mahlen.

Wir wusste ja irgendwie, dass unsere Sachen alle von weit weg kommen. Aber es war schon krass zu sehen, wie das alles zusammenhängt mit dem Klima und den Flüchtlingen und so.

Teilnehmer einer SDG-Projektwoche

Die Projektwochen zum Thema Substainable Development Goals der UN finden in dieser Form seit 2018 statt. Inhaltlich knüpfen sie an die Globalisierungsseminar-Wochen an, welche zuvor fester Bestandteil des Sozialen Seminars und des beneVolens Schuljahres waren. Die Projektwochen an den weiteren Schulen finden Anfang 2020 statt.

Lorena König

Ausblick auf das kommende beneVolens-Jahr

Sommer, Sonne, Sonnenschein, Badehandtuch, Hängematte, Wanderschuhe, Netflix & Chill. Noch sind Sommerferien in Nordrhein-Westfalen. Das heißt auch, dass aktuell keine beneVolens Seminare und Projekte stattfinden. Doch während sich die Schülerinnen und Schüler zumindest noch ein paar Tage ausruhen dürfen, ist die Stiftung schon aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt.

Die Vorbereitungen für die ersten Projekte und Seminare laufen auf Hochtouren. Materialien zusammenstellen, Arbeitsblätter ausdrucken, neue Module entwerfen. Und das ist auch nötig, denn bereits kurz nach dem Start des neuen Schuljahres startet auch das beneVolens Jahr.

Diplomverleihung Gruppenbild
Gruppenbild. Foto: beneVolens

So stehen ab Anfang September insgesamt sieben Politikseminare „Null Bock auf Politik“ an, die traditionell den Start ins Soziale Seminar darstellen.

Sieben?

Ja, sieben! Denn das Soziale Seminar – der Hauptbestandteil und Kern der Stiftungsarbeit – wird ab dem Schuljahr 2019/2020 an einer weiteren Schulen angeboten. Und zwar an der Heinrich-Heine-Realschule in Hagen. Auch an den fünf Schulen, die bisher am Sozialen Seminar teilgenommen haben, findet das Projekt wieder statt. Somit gibt es in Zukunft sechs Soziale Seminare. Zudem nimmt die Sekundarschule Wickede Ruhr in der kommenden Zeit an allen Projekttagen, wie dem Politikseminar, teil.

Vorbereitungen für das kommende Schuljahr laufen

Gleichzeitig starten Anfang September – zunächst an der Hauptschule Husen – die „Sustainable Development Goals – Fair Leben und Handeln in globalen Zusammenhängen“-Seminare. Die restlichen Schulen folgen dann Anfang 2020.

Zwischen März und Mai 2020 besuchen die jeweiligen Soziales-Seminar-Schulen außerdem verschiedene suchttherapeuthische Bauernhöfe der Gemeinschaft Fazenda da Esperanca und nehmen dort am Suchtpräventions-Seminaren teil.

Volle beneVolens-Wirtschaftspower

Schon vorher geht an der Städtischen Hauptschule Kamen das Projekt „Entrepreneurship – Hauptschüler als Unternehmer“ in seine vierte Runde. 2016 haben die ersten jugendlichen Teilnehmer eine Schülerfirma gegründet, welche die aktuellen Jahrgänge fortführen und weiterentwickeln.

Auch in Arnsberg dreht sich ab Anfang September wieder alles ums Thema Wirtschaft. Nach einem erfolgreichen ersten Jahr wird das Projekt „Wirtschaftsethik an Schulen“ im kommenden Schuljahr weitergeführt und ausgebaut. Los geht’s mit einem Planspiel-Projekttag Mitte Septemner. Zudem ist geplant, auch in diesem Projekt eine Schülerfirma zu gründen.

Austausch, Migration und Menschenrechte

Das Austauschprojekt „Deutsch-Polnisches-Seminar“ wird zum kommenden Schuljahr komplett umstrukturiert und erweitert. Denn es konnten nicht nur im Sozialen Seminar neue Schulen als Kooperationspartner hinzugewonnen werden, sondern auch in diesem Projekt. Anfang September besuchen Schülerinnen und Schüler der Katholischen Hauptschule Husen ihre neue Partnerschule, ein Lyceum in Krakau. Gemeinsam nähern sie sich dort dem Thema Rassismus.

Die polnischen Jugendlichen auf ihrem Weg zu beneVolens nach Deutschland.
Die polnischen Jugendlichen auf ihrem Weg nach Deutschland.

Die bisherige polnische Partnerschule aus Zabrze bleibt der Stiftung beneVolens weiterhin verbunden. Ende September findet dort eine Begegnung mit deren neuer Parterschule statt, der Gustav-Heinemann-Gesamtschule aus Essen. In Polen werden sich die Jugendlichen beider Länder dem Thema „Sozialismus und undemokratische Systeme“ nähern.

Im Mai 2020 sind die Gegenbesuche nach Dortmund und Essen geplant.

Doch das ist nicht das einzige, was im Frühjahr 2020 ansteht. So soll an der Emscherschule in Aplerbeck erneut unser Projekt „Interreligiöser Dialog“ stattfinden. Erstmalig startet dort außerdem ein Projekt zum Thema Menschenrechte. Passend dazu läuft unsere Kooperation mit der St. Vincenz Jugendhilfe weiter, mit denen wir zwei Projekte zum Thema Flucht und Migration durchführen.

Happy Birthday to us, Happy Birthday to us

Doch bevor wir schon ganz weit ins nächste Jahr blicken, steht schon in wenigen Wochen ein besonderes Jubiläum an. Denn die Stiftung beneVolens wird im Oktober zehn Jahre alt. Quasi als Geschenk an uns selbst, aber auch an rund 170 Jugendliche der Heinrich-Böll-Gesamtschule in Dortmund, haben wir die Musik-Performance-Gruppe GenVerde erneut ins Ruhrgebiet eingeladen. Innerhalb weniger Tage werden Band und Jugendliche gemeinsam das Musical „On the other Side“ einproben und aufführen.

Konzertprojekt Start Now – On the other Side in Dortmund. beneVolens.
Konzertprojekt Start Now – On the other Side. Foto: GenVerde

Doch nicht nur dem Geburtstag blickt die Stiftung beneVolens aufgeregt entgegen. Wir freuen uns auf alle Projekte, auf alle Seminare und sind zuversichtlich, dass wir die Gesellschaft auch im kommenden Schuljahr ein kleines Stück besser und gerechter machen können. Immer unserem Motto folgend. Jugend fördern. Zukunft gestalten.

Wirtschaftsethik in Arnsberg

Ein Jahr „Wirthschaftsethik“ in Arnsberg

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„Unsere Schule könnte nachhaltiger werden!“

Mit diesem Appell antworteten Jugendliche des Mariengymnasium Arnsberg auf die Frage ihrer Schulleiterin Annemarie Ostermann-Fette nach mehr ethischer Verantwortung. Zum ersten Mal wurden sie nun für ihr Engagement im neuen Projekt „Wirtschaft an Schulen“ ihre Schulleiterin ausgezeichnet. Die Zertifikate wurden bei der Zwischenbilanz des Projektes der katholischen Schule und der Stiftung beneVolens überreicht.

Vor einem Jahr startete das innovative Projekt am Mariengymnasium Arnsberg. „Wirtschaftsethik an Schulen“ verbindet die oft geforderte ökonomische Bildung mit ethischer Verantwortung. „Wirtschaftliche Aspekte dürfen nicht als eigenständiger Aspekt betrachtet werden, sondern als Dienst für den Menschen. Denn nicht der Mensch dient der Wirtschaft, sondern die Wirtschaft dem Menschen“, betonte der zuständige Fachlehrer Alexander Cornelsen. „Gerade aus Sicht einer Schule in Trägerschaft des Erzbistums Paderborn mit einer christlichen Eigenprägung ist es wichtig, dass das Thema Wirtschaft auch mit dem ethischen Thema Verantwortung verknüpft ist.“

„Ich kann mein Verhalten jetzt besser hinterfragen“

Die Resonanz aus der Schulgemeinschaft auf das neue Angebot ist ausgesprochen positiv und ermutigend für die weitere Entwicklung des Projektes. Vor allem eine andere Wahrnehmung – ein anderer Blick – auf das wirtschaftliche und unternehmerische Handeln wurde hervorgehoben: „Ich sehe die Wirtschaft nun nicht nur als Konsumentin, sondern ich habe auch einen Blick dafür bekommen, wie Unternehmer denken“, so eine Schülerin. Und ein Schüler ergänzte: „Mit mehr Hintergrundwissen kann ich mein Verhalten besser hinterfragen. Man nimmt bewusster am wirtschaftlichen Handeln teil.“

In dem Projekt vermitteln fächerübergreifende Unterrichtsbausteine, Projekttage und eine AG „Wirtschaft FAIRstehen“ ökonomisches Grundwissen und ein Bewusstsein für die ethische Verantwortung wirtschaftlichen Handelns. Beteiligt sind nicht nur die Schulfächer Wirtschaft und Politik, sondern auch Fachlehrerinnen und -lehrer von Religion, Geschichte, Erdkunde und Wirtschaftsenglisch. Die fächer- und jahrgangsübergreifende Ausrichtung unterstützt die moralische Urteil- und Handlungskompetenz im Bereich der Wirtschaft aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu schulen.

Neuerungen im kommenden Schuljahr in Arnsberg

Ohne die Kooperation mit der Kommende Dortmund wäre das Projekt nicht möglich“, so Schulleiterin Ostermann-Fette. Es ist überaus hilfreich, auf die wirtschaftsethische Kompetenz des Sozialinstituts des Erzbistums Paderborn zurückgreifen zu können. Die fachlichen Beiträge der Projektreferentin Charlotte Bachmair von der Kommende-Stiftung beneVolens sind wichtige Impulse – auch für das Kollegium. Aber die Schule profitiere auch von den didaktischen Kompetenzen und praktischen Erfahrungen der Kommende Dortmund in der ökonomischen Bildung. Für die Profilierung des Mariengymnasiums als Schule mit wirtschaftlichem Schwerpunkt ist diese Zusammenarbeit von schulischer und außerschulischer Bildung überaus produktiv. Zudem wird das Projekt von der Manfred-Fischer-Stiftung der Westfälischen Kaufmannsgilde e.V. finanziell unterstützt.

Im neuen Schuljahr wird das Angebot in Arnsberg nach dem erfolgreichen ersten Jahr ausgebaut. Neu kommen Projekttage für die Oberstufe dazu. Und der Praxisbezug soll weiter gestärkt werden. In einem eigens im Projekt entwickelten Planspiel schlüpfen die Schülerinnen in verschiedene betriebliche Rollen wie Unternehmer, Betriebsrat, Mitarbeiterin. Sozusagen am eigenen Leib erleben sie dann die verschiedenen und widersprüchlichen Anforderungen und Interessen des Wirtschaftens: eine reizvolle Herausforderung. Die ökonomische Theorie wird lebendig, „Wirtschaft“ ein spannendes Unterfangen.