Author Archives: Jessica Dyka

Mitbestimmen auf dem Weg in die Industrie 4.0

Unternehmerisches Planspiel am Mariengymnasium in Arnsberg

Der erfolgreiche Landwirtschaftsmaschinenbauer „Schmitz-KG“ möchte sich zukunftsfähig aufstellen und einen weiteren Schritt in Richtung Industrie 4.0 gehen. Dafür sollen kollaborative Roboter, sogenannte „Cobots“, angeschafft werden, um z. B. in der Endphase der Produktion schneller und individuell auf spezielle Kundenwünsche reagieren zu können. Die angeschafften „Cobots“ sollen gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten, dadurch verändern sich ihre Tätigkeiten und Aufgaben, manche Bereiche werden durch die digitalen Systeme vermutlich auch ersetzt.

Eine solche neue Anschaffung führt in einem mittelständischen Unternehmen wie der „Schmitz-KG“ zu großen Aufruhen. Was das bedeutet, erlebten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe der EF des Mariengymnasiums Arnsberg am 13. und 14.09.2022 anhand eines Planspiels zum Thema „Mitbestimmung 4.0 – Wie kann die digitalisierte Arbeitswelt gestaltet werden?“. Das Planspiel hat am Mariengymnasium bereits Tradition und wird im Rahmen des Projekts „Wirtschaftsethik an Schulen“ der Kommende-Stiftung beneVolens zum vierten Mal angeboten. Nach langer Umbaupause der IHK Arnsberg fand das Planspiel nun wieder in dessen Räumlichkeiten statt. Die Atmosphäre der frisch renovierten Räume unterstützte die Schülerinnen und Schülern dabei sich in die Geschäfts- und Arbeitswelt einzufinden und sich in die Rollen von Betriebsrat, Arbeiterinnen und Arbeiter, der Geschäftsleitung der Schmitz KG, die KUKA AG (deutscher Cobot-Hersteller) und der Presse hinzuversetzen.

Die Geschäftsführung möchte aus ökonomischen Gründen in die Cobots investieren, während die Arbeiterinnen und Arbeiter Angst vor Entlassungen haben. Der Betriebsrat hat Schwierigkeiten diese Positionen zu verbinden. Die Presse dokumentiert und kommentiert die Verhandlungen. In einer ersten Pressekonferenz wird deutlich wie kompliziert eine Entscheidungsfindung wird. Während die Geschäftsleitung mit Vertreter:innen der KUKA AG über Preise und Garantien verhandelt, diskutieren Mitarbeiter:innen und Betriebsrat über konkrete Forderungen, wie die Höhe von Abfindungen, Weiterbildungsmaßnahmen etc., die sie bei der Geschäftsleitung vorbringen. Die Schülerinnen und Schüler erleben, dass sie einer Lösung nicht näherkommen, wenn sie jeweils auf ihrem eigenen Standpunkt beharren, sondern dass sie sich gegenseitig entgegenkommen müssen. Gemeinsam wird nach einer unternehmerisch sinnvollen und sozialverträglichen Entscheidung zum Einsatz von den Cobots gesucht. Gelingt die Anschaffung dieser Cobots ohne die Entlassung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ist es grundsätzliche eine gute Entscheidung diesen Schritt zu gehen?

Nach aufgeheizten Diskussionen raufen sich die einzelnen Parteien zusammen und beginnen konstruktiv miteinander zu verhandeln. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten an ihre Forderungen nach kostenlosen Weiterbildungen und Arbeitsplatzsicherheit in einem separaten Vertrag mit der Geschäftsführung zu formulieren. Die Geschäftsleitung stimmt mit dem Betriebsrat ab, vorerst weniger Cobots zu erwerben und bei erfolgreicher Integration im Betrieb weiter in Richtung Industrie 4.0 zu gehen.

Das Planspiel vermittelt den Schüler:innen auf lebensnahe und kreative Weise unternehmerische Kenntnisse. Die Aufgaben eines Unternehmens werden deutlich ebenso die Organisation und Spannungsfelder in einem Unternehmen erkennbar. Die Schülerinnen und Schüler erfahren über die Einflussmöglichkeiten von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und stärken die Entwicklung einer ethischen und verantwortungsbewussten Einstellung. Am Ende des diesjährigen Planspiels sind die Schülerinnen und Schüler zufrieden mit ihrem Kompromiss und stellten gleichzeitig fest: „Das Planspiel hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß Interessenskonflikte in Unternehmen sein können und wie schwierig es ist, damit gut umzugehen und alle Interessen im Blick zu haben.“

In das Planspiel eingebettet war ein vorhergehender theoretischer Grundlagen-Tag, in dem die Schüler:innen sich mit wichtigen Themen im Bereich Unternehmen auseinandersetzen.

OPEN – Projekttage zum JaM-Beirat

JaM-Beirat hat sich konstituiert

Vom 27. bis 29. September 2022 fanden drei Projekttage zum Konstituierung des JaM-Beirates im Rahmen des OPEN-Projektes statt. Nachdem im Mai 2022 der JaM-Beirat zusammen mit der u18 NRW-Landtagswahl gewählt wurde, haben sich die Jugendlichen in den drei Projekttagen mit den Aufgaben und Pflichten des JaM-Beirats auseinandergesetzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Jugendlichen haben sich mit dem pädagogischen Personal auf einen Vertrag geeinigt, der sie gegenseitig in die Pflicht nimmt und die jeweiligen Rechte zusichert. So dürfen die Jugendlichen zukünftig bei den Anschaffungen der Spiele mitbestimmen und sollen an den Teamsitzungen teilnehmen, um so die Wünsche der Jugendlichen zu vertreten und den Besucherinnen und Besuchern des JaM eine Stimme zu geben.

Seit Dezember 2021 kooperiert die Kommende Dortmund mit ihrer Stiftung beneVolens und die PSG Gender Bildungsstätte JaM in Dortmund-Mengede im Projekt OPEN „Offene Kinder und Jugendarbeit und politische Bildung gemeinsam engagiert“ der Transferstelle politische Bildung von Transfer für Bildung (TfB) e.V.

Gefördert durch:

Flüchtlingsprojekt

Wir wollen allen jungen Menschen helfen!

Mitte November 2015 sind 18 junge Flüchtlinge im Alter von 18 bis 25 Jahren in das Reindoldus-Haus der Kommende-Stiftung beneVolens eingezogen. Erzbischof Hans-Josef Becker begrüßte die Flüchtlinge aus Bürgerkriegsgebieten am 22. Nomeber 2015 im Rahmen des Kommendefestes feierlich. Sie kommen aus Syrien, dem Irak und dem Iran und mussten in ihrer Heimat um ihr Leben fürchten.

Mit dem neuen Flüchtlingsprojekt reagieren die Kommende Dortmund und die Stiftung beneVolens auch auf den Wunsch von Papst Franziskus, Flüchtlingen Unterkünfte bereit zu stellen. Doch unser Projekt ‚Integration jugendlicher Flüchtlinge‘ geht sogar noch darüber hinaus. Es steht unter dem Motto:

„Beratung – Beherbergung – Betreuung – Bildung“

Ziel ist es, den jungen Menschen eine schnelle und umfassende Integration in Dortmund zu ermöglichen. Nachdem die akute Not, Flüchtlingen Wohnraum zur Verfügung zu stellen, sich langsam entspannt, entwickelt das Projekt aktuell Beratungsangebote für Flüchtlinge, bietet Sprach- und Integrationskurse an und will darauf aufbauend Wege in den Arbeitsmarkt ermöglichen. Ein wichtiger Schritt dabei war die Einstellung einer Flüchtlingskoordinatorin, welche die Projekte organisiert und wichtigste Ansprechpartnerin für die jungen Menschen ist.

_DSC5097Möglich ist der umfassende Projektansatz durch ein breites Netzwerk der Unterstützung. Die Kommende Dortmund und die Stiftung beneVolens werden u.a. durch den Caritasverband Dortmund, die Vincenz-Jugendhilfe, die Auslandsgesellschaft, die Stiftung helpandhope und die Handwerkskammer beraten und unterstützt. Die Reinoldigilde e.V. hat eine ideelle und finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt. Sehr angenehm und konstruktiv ist auch die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Stadtverwaltung Dortmund. Die bisherigen Erfahrungen spiegeln die hohe Bereitschaft in der Bevölkerung wider, den Flüchtlingen zu helfen. Sie ermutigen in positiver Weise das Engagement, den jugendlichen Menschen eine Zukunft bei uns zu schaffen. Ebenso erfreulich und ein spannender, neuer Schritt in Richtung Integration war die Einladung des Konzerthauses Dortmund, den jungen Menschen ein Stück Kultur in Form klassischer Musik nahezubringen. Für die Stiftung beneVolens ein weiterer Baustein der Arbeit, die unter dem Motto „Jugend fördern. Zukunft gestalten“ steht.

Nachdem am 24. Februar 2022 Russland die Ukraine überfallen hat, wurde seitens der Stadt Dortmund beschlossen das Reinoldus-Haus für junge Geflüchtete aus der Ukraine bereitzustellen. Daher wurden bereits im März 2022 die notwendigen Vorbereitungen getroffen, um das Reinoldus-Haus Frauen und Mädchen aus der Ukraine zur Verfügung zu stellen.

Projekttage Einstieg in die Arbeitswelt

15 weitere Projekttage zum neuen Schuljahr erfolgreich durchgeführt

Seit dem 15. August 2022 fanden wieder zahlreiche Projekttage zusammen mit den Berufsakquisiteurinnen und -akquisiteuren der Dortmunder Wirtschaftsförderung von sieben verschieden Schulen in der Kommende Dortmund statt. Ziel der Projekttage ist die Vermittlung von Kernkompetenzen für das Praktikum und die Ausbildung. Außerdem sollen die Stärken der Jugendlichen im Blick auf die modernen Anforderungen der Arbeitswelt erarbeitet und in den Blick genommen werden.

Die Schülerinnen und Schüler erfahren in den Tagen Anerkennung, Wertschätzung und Impulse, sich aktiv auf ihr Praktikum vorzubereiten. Hierbei profitieren sie vor allem vom erfahrungsbezogenen Ansatz der Kommende-Stiftung beneVolens. In diesem Schuljahr waren bereits Klassen aus der Hauptschule am Hafen, der Martin-Buber-Schule, der Emscherschule Aplerbeck, der Hauptschule Scharnhorst, der Katholischen Hauptschule Husen, der Gustav-Heinemann-Gesamtschule und der Jeanette-Wolff-Schule in der Kommende Dortmund. Die Projekttage unterstützten wirkungsvoll die Arbeit der Wirtschaftsförderung und ermöglichen es den Berufsakquisiteurinnen und -akquisiteuren auf die Erfahrungen während der Projekttage aufzubauen und an diese anzuknüpfen.

Gerade für meine Schülerinnen und Schüler ist der Projekttag als Vorbereitung für ihr Praktikum besonders wichtig“, so Tanja Schroller, Betriebsakquisiteurin an der Hauptschule am Hafen im Stadtbezirk Innenstadt-Nord. „Der erfahrungsbezogene Ansatz des Projektes erleichtert den Schülerinnen und Schüler sich die Inhalte zu merken und diese auf ihr eigenes Leben und ihr Verhalten zu übertragen.

Damit haben seit Beginn der Kooperation im vergangenen September bereits 29 Seminare zum Thema „Einstieg in die Arbeitswelt stattgefunden“. Eine erfreuliche Entwicklung mit der beneVolens einen Beitrag leistet, um Jugend zu fördern und Zukunft zu gestalten.

Null Bock auf Politik?

Projekttage zur politischen Kommunikation der Sozialen Seminare gestartet

Seit dem 1. September 2022 finden die ersten Seminare zum Thema „Null Bock auf Politik?“ in der Kommende Dortmund statt. Nachdem die letzten beiden Schuljahre stark durch die Coronavirus-Pandemie beschränkt waren, freuen wir uns wieder mit sieben Politik-Seminaren der Sozialen Seminare starten zu können.

Das zweitägige Seminar befähigt die Schülerinnen und Schüler, ihre politischen Rechte und Pflichten wahrnehmen zu können und bietet den Jugendlichen die Chance, gemeinsam mit anderen politische Entscheidungsprozesse zu verstehen und zu hinterfragen. Dafür werden verschiedene Merkmale politischen Handelns kennengelernt und die Schülerinnen und Schüler werden ermutigt eigene Forderungen selbst zu erarbeiten und zu präsentieren. Denn nur wer weiß, wie politische Entscheidungen getroffen werden, kann auch aktiv am politischen Handeln teilnehmen.

Neben den Politik-Seminaren wird die Jahrgangsstufe 10 der Katholischen Hauptschule Husen vom 19.-23. September die Projektwoche zu den SDGs durchlaufen und sich mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung der UN auseinandersetzen.

Diplom- und Zertifikatsverleihung der Sozialen Seminare und der Entrepreneurship-Seminare

Kommende-Stiftung beneVolens verleiht Diplome an Schülerinnen und Schüler aus Dortmund und Umgebung

»Jugend fördern. Zukunft gestalten.« unter diesem Motto hat die Kommende Dortmund und ihre Stiftung beneVolens auch in diesem Schuljahr das Soziale Seminar und die Entrepreneurship-Seminare „Hauptschüler:innen als Unternehmer:innen“ durchgeführt. ei einer feierlichen Veranstaltung wurden zum Abschluss der Seminare die Diplome und Zertifikate an die rund 150 Jugendlichen der Emscherschule Aplerbeck, der Katholischen Hauptschule Husen, der Gesamtschule Scharnhorst, der Peter-Weiss-Gesamtschule Unna, der Heinrich-Heine-Realschule Hagen, der Sekundarschule Wickede (Ruhr) und der Städtischen Hauptschule Kamen überreicht.


Das Soziale Seminar ist eine Form der politisch-sozialen Bildung in katholischer Trägerschaft. Die Verbindung von fundiertem Sachwissen mit ethischen Grundpositionen will Menschen zu urteilsfähigen und verantwortlich handelnden Persönlichkeiten bilden. Das Seminar erstreckt sich über ein Schuljahr. Die Schülerinnen und Schüler nehmen im Umfang von zwei Schulstunden freiwillig am Seminar teil und erarbeiten Themen wie Migration und Flucht, Ökologie und Nachhaltigkeit oder die Bedeutung von Arbeit und Arbeitslosigkeit. Gemeinsam erarbeiteten sie, wie die Menschen besser miteinander und in der Gesellschaft umgehen können, warum Grundwerte wie Gemeinwohl, Solidarität und Gerechtigkeit so wichtig für das Zusammenleben sind. „Mit den Sozialen Seminaren stärken wir benachteiligte Jugendliche in ihrer Persönlichkeit und ermöglichen Ihnen sich als Teil unserer Gesellschaft einzubringen.“ so Robert Kläsener, Referent für politische Bildung der Kommende Dortmund.


Die Sozialen Seminare werden von der Kommende-Stiftung beneVolens personell und finanziell unterstützt. Sie sind ein wichtiges und beliebtes Angebot, das von den Schulen gerne wahrgenommen und mittlerweile an sieben Schulen in Dortmund, Hagen, Kamen, Unna und Wickede (Ruhr) angeboten wird.


Neben den Sozialen Seminaren wurden auch die Schülerinnen und Schüler des Entrepreneurship-Seminars „HauptschülerInnen als Unternehmer:innen“ der Städtischen Hauptschule Kamen ausgezeichnet. Gemeinsam mit dem Kosmetikhersteller La mer Cosmetics AG aus Cuxhaven, haben beneVolens und Studierende der Campus Weggemeinschaft ein Projekt entworfen, in dem Jugendliche ein eigenes Unternehmen gründen und eine Seife herstellen. Auf dem Weg zur ihrer eigenen Seife, entwerfen sie eine Unternehmensstruktur, entwickeln Marketingkonzepte und suchen Vertriebswege. Realitäts- und praxisnah teilen sie sich nach ihren persönlichen Stärken und Eigenschaften ein und entwickeln sich so bestmöglich weiter. Ergänzend lernen sie die Grundzüge des Wirtschaftssystems und des Unternehmensmanagements kennen. Ein ähnliches Angebot zum nachhaltigen Gemüseanbau konnte in diesem Jahr erstmals an der Gesamtschule Scharnhorst etabliert werden. Hier werden die Schülerinnen und Schüler zukünftig ihr eigenes Gemüse züchten und anschließend verkaufen.

OPEN – Offene Jugendarbeit und politische Bildung gemeinsam engagiert

beneVolens unterstützt Pilotprojekt der Kommende Dortmund und der PSG Gender Bildungsstätte JaM

Stärken und Potenziale der Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) und der politischen Jugendbildung in Nordrhein-Westfalen zusammenzubringen – das ist das Ziel des neuen Projekts „OPEN – Offene Jugendarbeit und politische Bildung gemeinsam engagiert“ der Transferstelle politische Bildung von Transfer für Bildung (TfB) e.V.
Seit 2021 erprobt die Kommende Dortmund in Kooperation mit der PSG Genderbildungsstätte JaM in Dortmund-Mengede im Rahmen des Projekts Formate der aufsuchenden politischen Bildung.


Mit dem Projekt OPEN möchte die Transferstelle politische Bildung von Transfer für Bildung (TfB) e.V. langfristige strukturelle Partnerschaften zwischen OKJA und politische Jugendbildung in NRW anregen und begleiten.


Die Träger ermitteln und erproben exemplarisch, und gemeinsam mit Jugendlichen, welche Settings förderlich sind, um politische Themen und Anliegen der Jugendlichen aufzunehmen, zu bearbeiten sowie Meinungsbildung, Urteilsfindung und politisches Handeln zu unterstützen. Damit sollen auch Hürden überwunden werden, „große“ politische Themen mit Jugendlichen zu bearbeiten, deren Beziehung zu Politik schwierig zu nennen ist und die ansonsten keinen Kontakt zu klassischer politischer Bildung haben und wenig demokratiebildende Erfahrungen machen.

Gefördert durch:

Projekttag zu Arbeit 4.0

Unternehmerisches Planspiel am Mariengymnasium in Arnsberg

 

Unternehmerische Kenntnisse werden heutzutage immer wichtiger. Was sind die Aufgaben eines Unternehmens? Wie sind Unternehmen organisiert? Auf welche Art und Weise können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Einfluss ausüben? Wie sieht der Weg in die Arbeitswelt der Zukunft aus? Diesen und ähnlichen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler der gesamten Jahrgangsstufe der EF des Mariengymnasiums Arnsberg mithilfe eines Planspiels zum Thema „Mitbestimmung und Arbeit 4.0“ am 6. und 7. September 2021 nach. Das Planspiel hat am Mariengymnasium bereits Tradition und wird im Rahmen des Projekts „Wirtschaftsethik an Schulen“ der Kommende-Stiftung beneVolens zum dritten Mal angeboten.


Am ersten Tag erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler theoretische Grundlagen im Bereich Unternehmen, die sie beim Planspiel am zweiten Tag einbringen und nutzen konnten. Das Planspiel dreht sich um den erfolgreichen Landwirtschaftsmaschinenbauer „Schmitz-KG“, der sich zukunftsfähig aufstellen und einen ersten Schritt in die Industrie 4.0 gehen möchte. Konkret sollen kollaborative Roboter, sogenannte „Cobots“, in der Endphase der Produktion eingesetzt werden. Diese arbeiten gemeinsam mit den Menschen, können aber schneller und individuell auf spezielle Kundenwünsche reagieren.


Die Schülerinnen und Schüler schlüpfen in die Rollen von Betriebsrat, Arbeiterinnen und Arbeiter, der Geschäftsleitung der Schmitz KG, die KUKA AG, ein deutscher Roboter-Hersteller, der genau solche Cobots anbietet, und der Presse. Gemeinsam sollen sie eine unternehmerisch sinnvolle und sozialverträgliche Entscheidung zum Einsatz von 10 Cobots treffen. Gelingt die Anschaffung dieser Cobots ohne die Entlassung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und ist es grundsätzliche eine gute Entscheidung diesen Schritt zu gehen?


Die Forderungen zu Beginn des Planspiels sind klar: Die Geschäftsführung möchte aus ökonomischen Gründen in die Cobots investieren, während die Arbeiterinnen und Arbeiter Angst vor Entlassungen haben. Der Betriebsrat hat Schwierigkeiten diese Positionen zu verbinden. Die Presse dokumentiert und kommentiert die Verhandlungen. In einer ersten Pressekonferenz wird deutlich wie kompliziert eine Entscheidungsfindung wird.


Während die Arbeiterinnen und Arbeiter als Roboter verkleidet für ihre Rechte demonstrieren („Keine Roboter. Wir brauchen Arbeitsplätze!“), verhandeln Geschäftsführung, KUKA AG und Betriebsrat miteinander. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass sie einer Lösung nicht näherkommen, wenn sie jeweils auf ihrem Standpunkt beharren, sondern dass sie sich gegenseitig entgegenkommen müssen.


Nach aufgeheizten Diskussionen raufen sich die einzelnen Parteien zusammen und beginnen konstruktiv miteinander zu verhandeln. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten an ihre Forderungen nach kostenlosen Weiterbildungen und Arbeitsplatzsicherheit in einem separaten Vertrag mit der Geschäftsführung zu formulieren. Die Geschäftsleitung stimmt mit dem Betriebsrat ab, vorerst weniger Cobots testweise zu erwerben und bei erfolgreicher Integration im Betrieb weitere Cobots anzuschaffen.


Am Ende des Planspiels sind die Schülerinnen und Schüler zufrieden mit ihrem Kompromiss. „Das Projekt hat eindrucksvoll gezeigt, wie groß Interessenskonflikte sind und wie man damit aber auch gut umgehen kann und muss.“.
»Zwischendurch war Zusammenhalt kaum gegeben. An der guten Lösung am Ende konnten wir uns alle aber erfreuen.«
Schülerin des Maiengymnasiums in Arnsberg.


Die Schülerinnen konnten durch das Planspiel ein Einblick in die Welt der Unternehmerinnen und Unternehmer, aber auch in die der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bekommen. Eine Schülerin stellt nach den Erfahrungen in dem Planspiel die Anforderung an ihren zukünftigen Job: „Ich möchte später in einem Unternehmen arbeiten, wo die Kommunikation viel klarer ist.“

Transparenz 2020

Als selbstständige kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts wird die Kommende-Stiftung beneVolens vor allem über Spenden und Zustiftungen finanziert. Wir sind dankbar für jede Zuwendung und danken allen Spendern und Stiftern für ihr Vertrauen und ihr Engagement

Um diesem Vertrauen gerecht zu werden und unseren gemeinnützigen Anspruch zu untermauern, erhalten Sie hier Einblicke in die Finanzen der Stiftung beneVolens.

Überblick

Einnahmen 2020: 88.774,01 €

Ausgaben 2020: 61.734,61 €

Stiftungskapital (Stand 31.12.2020): 271.329,63 €

Rückstellungen für Projekte 2021: 41.700,00 €


Einnahmen durch Spenden, Zinsen und sonstige Erträge

Gesamteinnahmen 2020: 88.774,01 €

Im Jahre 2020 hat die Stiftung 47.245,05 € an Spenden erhalten.

Durch Zustiftungen in Höhe von 2.000,00 € ist das Stiftungskapital auf 271.329,63 € gestiegen ist. Durch die Anlage des Stiftungskapitals hat beneVolens 2020  4.134,01 € an Zinsen und sonstigen Kapitaleinnahmen erhalten. Außerdem konnten 36.408,00 € an weiteren Erträgen erwirtschaftet werden, unter anderem aus der Vermietung des Reinoldus-Hauses. Dieses ist aktuell als Wohnort für junge Geflüchtete an die Stadt Dortmund vermietet.


Ausgaben 2020

Die Ausgaben der Stiftung im Jahre 2020 setzen sich wie folgt zusammen:

Gesamtausgaben 2020: 61.734,61 €

Die gesamte Organisation der Stiftung (Öffenlichkeitsarbeit, Vorbereitung der Projekte, Spenderkommunkation) wird von zwei studentischen Minijobs, sowie einer weiteren Minijobkraft, die sich um die Finanzen kümmert, getragen. Durch die effiziente Arbeitsweise kann ein möglichst großer Teil der Ausgaben in die Projektfinanzierung fließen und kommt somit direkt den Jugendlichen und jungen Erwachsenen zugute.


Projektausgaben 2020

Da die Projektausgaben den größten Posten der Ausgaben der Stiftung bilden, sind sie hier nochmal genauer aufgelistet.

Gesamte Projektausgaben: 43.199,98 €

Entrepreneurship-Seminar zum nachhaltigen Gemüseanbau startet in Scharnhorst

 

 

Nach dem erfolgreichen Entrepreneurship-Seminar an der Städtischen Hauptschule Kamen zur Seifenproduktion, startet zum neuen Schuljahr das Projekt „Gesamtschüler_innen als verantwortungsvolle Unternehmer_innen“ an der Gesamtschule Scharnhorst. Das Projekt richtet sich an Jugendliche der 9. Klasse an der UNESCO-Schule Gesamtschule Scharnhorst. Die Schülerinnen und Schüler bauen ihr eigenes Gemüse an, pflegen es eigenständig und erleben über einen Zeitraum von einem Schuljahr, wie sich die Pflanzen aus dem Saatgut zu einem essbaren Produkt entwickeln. Anschließend gilt es, dass selbst angebaute Gemüse zu verkaufen und entsprechend zu vermarkten. Das Projekt bezieht sich auf eine klimafreundliche, gesundheits-förderliche Ernährung und nachhaltige Landwirtschaft.


Ziel des Projektes ist es, die Schülerinnen und Schüler durch praktische Erfahrungen mit wirtschaftlichen und insbesondere unternehmerischen Tätigkeiten vertraut zu machen und somit einen Beitrag zur Qualifizierung für ihre berufliche Laufbahn zu legen. Des Weiteren werden die Schülerinnen und Schüler zu Expertinnen und Experten für nachhaltigen Gemüseanbau und Ernährung. Sie erwerben Wissen und Erfahrung zum Thema und entwickeln Interesse und Wertschätzung für Lebensmittel. Nachhaltigkeit wird zur Basis ihres unternehmerischen Handelns.