Author Archives: Joel Hunold

Von Lampen und Moral

AG „Wirtschaft FAIRstehen“ besichtigt die Firma Trilux in Arnsberg-Neheim

2018 hat die Stiftung beneVolens das Projekt Wirtschaftsethik an Schulen gestartet. Ein Teil davon ist die AG „Wirtschaft FAIRstehen“ am Mariengymnasium Arnsberg. Darin erhalten die Jugendlichen einen vertieften Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge. Sie blicken dort nicht nur auf die ökonomischen, sondern auch auf ökologische und soziale Auswirkungen unternehmnerischer Aktivitäten. Im Zuge dessen fand eine Betriebsbesichtigung beim Lichttechnik-Hersteller Trilux in Arnsberg-Neheim statt.

Einblick in global agierendes Unternehmen

Und zu Beginn gab es eine Führung durch die Produktions- und Lagerhallen, die Ausbildungswerkstatt und die werkseigenen Freizeiteinrichtungen. Dabei wurde sehr anschaulich, dass die bei der Produktion auf einen sinnvollen Umgang mit Ressourcen und ein positives Arbeitsklima für die Angestellten geachtet wird. Im Anschluss standen Vertreter der unterschiedlichen Geschäftsbereiche den Teilnehmern der AG Rede und Antwort. Es ging unter anderem um Fragen, wie Trilux mit seinen Angestellten umgeht. Oder wie sie neue Produkte und Ideen umsetzen. Oder wie im Unternehmen kalkuliert wird. Dabei wurde ein sehr guter Einblick in die Abläufe eines weltweit tätigen Unternehmens gewonnen.

Wirtschaftsethik im Religionsunterricht

Das Projekt „Wirtschaftsethik“ kommt in den Fächern des Mariengymnasiums an

Im vergangenen Jahr hat die Stiftung beneVolens das Projekt Wirtschaftsethik an Schulen gestartet. Ziel ist es, ein jahrgangs- und fächerübergreifendes Curriculum zu entwickeln, sodass wirtschaftsethische Aspekte während der gesamten Schullaufbahn immer wieder in den Vordergrund treten. Nun ist das Projekt im Religionsunterricht der Partnerschule Mariengymnasium Arnsberg angekommen. Jugendliche der Jahrgangsstufe EF haben an einem Projekttag ihre Kompetenzen in der moralischen Urteilsbildung erweitern können.

Durch Rollenspiel über Armut in Deutschland erfahren

Sie lernten am Beispiel des Folter-Dilemmas mögliche Handlungsoptionen und deren Folgen argumentativ gegeneinander abzuwägen. Anschließend prüften sie in einer anregenden Diskussion den Wirkungsgrad ihrer Entscheidungen.

Wirtschaftsethik im Religionsunterricht
Moralische Urteilsbildung anhang der Frage der Folter. Foto: beneVolens

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangstufe 9 beschäftigten sich im Religionsunterricht mit dem Thema „Neue Armut in Deutschland“. Anhand eines Rollenspiels versetzten sich die Schülerinnen und Schüler in die Lage unterschiedlicher Gruppen der Gesellschaft (Alleinerziehende Mutter, Hartz4-Empfänger, Arzt, Sohn eines Fabrikarbeiters, etc.).

Bei dem Rollenspiel ging es um die Auseinandersetzung mit der ungleichen Verteilung gesellschaftlicher Ressourcen und die Reflexion eigener Vorurteile. Anschließend erarbeitete die Klasse anhand von Beispielen (Mindestlohn und Hartz-IV) den Einfluss der katholischen Soziallehre in die Sozialpolitik der Bundesrepublik Deutschland. 

Blogeintrag Entrepreneurship-Seminar 3

Im Mittelpunkt des „Entrepreneurship-Semiars“ steht eine Schüler-Firma, die im Laufe des Schuljahres ein eigenes Produkt – eine Seife – herstellen und verkaufen. Nachdem die ersten beiden Jahrgänge das Unternehmen „Black Rose Company“ aufgebaut und sich mehrheitlich auf die Produktion und den Vertrieb fokussiert haben, widmet sich der aktuelle Jahrgang zusätzlich dem Thema Marketing.

Dafür hat die Redaktionsabteilung der Schülerfirma einen eigenen Blog erstellt, auf dem sie über die aktuellen Entwicklungen innerhalb des Seminars berichten. Hier ist deren dritter Beitrag: Weitere werden in den nächsten Wochen Folgen und auch auf der benevolens-Homepage veröffentlicht.


Das ist unser dritter Blog-Beitrag

Heute sind wir zu Besuch in der Kommende Dortmund. In Zusammenarbeit mit den Referenten und dem professionellen Grafikdesigner drehen wir heute unsere eigenen Werbeclips. Im Moment wird alles vorbereitet und aufgebaut, alle Schüler werden aufgeteilt in Technik oder Szenenbildner.

„Es ist eine Abwechslung und eine sehr coole Idee, ich finde es spannend, da man so etwas nicht jeden Tag erleben darf“

Schüler der HS Kamen

Wir, das Redaktionsteam, gehen durch alle Bereiche, machen Bilder und sammeln Ideen für einen Werbeslogan. Heute werden die Werbeclips abgedreht und komplett fertiggestellt. Wir haben einige Schüler gefragt wie sie den Dreh finden…

„Ich finde es ist eine tolle Idee, man kann viele neue Dinge lernen und es macht einfach Spaß und es ist wirklich sehr lustig.“

Schüler der HS Kamen

Das Redaktionsteam der Black Rose Company.

Blogeintrag Entrepreneurship-Seminar 2

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Im Mittelpunkt des „Entrepreneurship-Semiars“ steht eine Schüler-Firma, die im Laufe des Schuljahres ein eigenes Produkt – eine Seife – herstellen und verkaufen. Nachdem die ersten beiden Jahrgänge das Unternehmen „Black Rose Company“ aufgebaut und sich mehrheitlich auf die Produktion und den Vertrieb fokussiert haben, widmet sich der aktuelle Jahrgang zusätzlich dem Thema Marketing.

Dafür hat die Redaktionsabteilung der Schülerfirma einen eigenen Blog erstellt, auf dem sie über die aktuellen Entwicklungen innerhalb des Seminars berichten. Hier ist deren zweiter Beitrag: Weitere werden in den nächsten Wochen Folgen und auch auf der benevolens-Homepage veröffentlicht.


Das ist unser zweiter Blog-Beitrag

Heute berichten wir über die Vorbereitungen für den morgigen Werbeclipdreh und über die Produktion unserer Seife. In zwei Gruppen schreiben wir mithilfe eines professionellen Grafikdesigners zwei unterschiedliche Drehbücher.

In der Produktion unserer Seife werden pro Tag ca. 15-18 Seifen hergestellt. Insgesamt wurden bis jetzt über 100 Seifen hergestellt. In der Produktion hat jeder seinen eigenen Bereich, einer ist für das Mischen zuständig und der andere für das Färben oder für die Inventur. Eine weitere Person ist für die Etiketten zuständig. Jeder hat verschiedene Aufgaben in verschiedenen Bereichen.

Morgen drehen wir den Werbeclip für unsere Seife.

Das Redaktionsteam der Black Rose Company.

Blogeintrag Entrepreneurship-Seminar

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Im Mittelpunkt des „Entrepreneurship-Semiars“ steht eine Schüler-Firma, die im Laufe des Schuljahres ein eigenes Produkt – eine Seife – herstellen und verkaufen. Nachdem die ersten beiden Jahrgänge das Unternehmen „Black Rose Company“ aufgebaut und sich mehrheitlich auf die Produktion und den Vertrieb fokussiert haben, widmet sich der aktuelle Jahrgang zusätzlich dem Thema Marketing.

Dafür hat die Redaktionsabteilung der Schülerfirma einen eigenen Blog erstellt, auf dem sie über die aktuellen Entwicklungen innerhalb des Seminars berichten. Hier ist deren erster Beitrag: Weitere werden in den nächsten Wochen Folgen und auch auf der benevolens-Homepage veröffentlicht.


Das ist unser erster Blog-Beitrag.

In diesem Blog berichten wir über unsere Erlebnisse und Hintergründe bei der Herstellung der „La Mer“ Seife in Zusammenarbeit mit der Black Rose Company.

Im Moment sind wir bei den Vorbereitungen für einen Werbeclip. Wir: Das ist die Firmenklasse der städtischen Hauptschule Kamen. Die Ideen für den Clip haben wir gemeinsam entwickelt.

Bei dem Dreh des Werbeclips bekommen wir Hilfe eines profesionellen Grafik-Designers. Eqipment und Material bekommen wir von der Kommende Dortmund sowie vom Grafik-Designer gestellt.

Wir melden uns vom Dreh,

Das Redaktionsteam der Black Rose Company


Fortbildung

Schulung zu aktuellen Themen für unsere Referenten

„Stellt euch vor, ihr wacht eines Tages im Körper des andern Geschlechts auf. Wie würden eure Kolleg*innen und Freunde reagieren? Würde sich deine Rolle verändern?“

Mit solchen und ähnlichen Fragen haben sich die Referenten der Sozialen Seminare Ende November auf einem Fortbildungstag beschäftigt. Im Fokus des Tages standen neue Spiele und Methoden zum Thema Gleichberechtigung und Emphatie, welche die Referenten vor dem ersten Einsatz testen wollten.

Bei einer Übung wurde den jungen Erwachsenen beispielsweise je eine Rolle zugeteilt und sie mussten Anhand von verschiedenen Fragen entscheiden, wie großen Einfluss sie auf ihr Leben haben. Denn viele können über essenzielle Bereiche ihres eigenen Lebens gar nicht selbst entscheiden.

Vorbereitung für Demokratie-Projekt

Weiterhin stand, als Vorbereitung auf ein in Kürze startendes neues Demokratie-Projekt, das Thema Demokratie und Grundgesetz im Fokus. Dafür wurden ebenfalls neue pädagogische Spiele und Übungen ausprobiert und weitentwickelt.

Daneben hatten die Referenten einfach Zeit sich über ihre Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Monate in ihren jeweiligen Seminaren auszutauschen.



Das Team führt zum Erfolg

Was macht den Erfolg eines guten Teams aus? Wie sollten sich die unterschiedlichen Teammitglieder untereinander verhalten? Wie am besten miteinander kommunizieren?

Mit solchen Fragen hat sich das Entrepreneurship-Seminar aus Kamen diese Woche beschäftigt. Denn ein gutes Team ist die Basis jedes unternehmerischen Erfolgs. Dafür ist das gesamte Team extra nach Cuxhaven gefahren.


Im Entrepreneurship-Seminar gründen Jugendlich eine eigene Firma. Sie stellen ein Produkt her, entwickeln Marketingstrategien und verkaufen es schließlich. Aktuell werden Seifen hergestellt. 2017 wurde das Projekt mit dem Schulpreis Wirtschaftswissen der IHK Dortmund ausgezeichnet.


Im Zentrum standen erlebnispädagogische und gruppenstärkende Maßnahmen. Außerdem standen Einheiten zum Thema Kommunikation und Miteinander in der Gruppe und zum Thema „Die Ziele einer Gruppe“ an.  Die Jugendlichen haben erfahren, dass nur ein respektvoller Umgang miteinander zum Erfolg führen kann.

Gemeinsam stark sein und Spaß haben

Auf dem Plan stand eigentlich auch eine Werksführung bei „La mer“. Der Kosmetikhersteller unterstützt die Seifenproduktion mit fachlicher Beratung und Begleitung. Diese musste kranksheitsbedingt ausfallen. Umso begeisterter waren die Jugendlichen beim Besuch des Wrack- und Fischereimuseum Windstärke 10.

Jeder Einzelne hat bestimmte Fähigkeiten und Eigenschaften. Aber nur arbeitsteilig können die unterschiedlichen Stärken gebündelt werden, um etwas großes zu vollbringen. Das haben die Jugendlichen bei ihrem Ausflug nach Cuxhaven gelernt. Der nächste Schritt zu einem erfolgreichen Unternehmen ist also getan.

Welches ist Ihr Lieblings-Projekt?

Machen Sie mit bei unserer großen Abstimmung!

„Verhältnis von Ökonomie und Ethik kritisch hinterfragen“

Seit dem 1. Oktober 2018 ist Charlotte Bachmair die neue beneVolens Referentin für den Bereich Wirtschaftsethik an Schulen. Sie übernimmt die Stelle von Jana-Maria Keine. Im Interview spricht sie über ihre Motivation, ihre Ideen für das Projekt und stellt klar, warum Wirtschaftsethik auch im Schulkontext wichtig ist.

Was hat Dich dazu bewogen, Dich als Referentin für die Projektstelle bei beneVolens zu bewerben?

Ich sehe hier die Chance, jungen Erwachsenen zu vermitteln, dass unsere wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht fest sind, sondern dass jede Wirtschaftsordnung weiterentwickelt werden kann. Ich möchte sie dazu motivieren nicht nur ökonomisch zu denken, sondern eine ethische und verantwortungsbewusste Haltung zu entwickeln.

Warum sollte deiner Meinung nach das Thema Wirtschaftsethik an Schulen behandelt werden?

In unserer ökonomisch denkenden Gesellschaft ist es wichtig, den Jugendlichen moralische Urteils- und Handlungskompetenzen an die Hand zu geben.  So können sie das Ver­hältnis von Ökonomie und Ethik kritisch hinterfragen und selbstständig Handlungs­alternativen finden. Das Projekt „Wirtschaftsethik an Schulen“ kann sie dabei anleiten, die Folgen ihres eignen Verhaltens und das der anderen für die Gesellschaft zu reflektieren.

Welchen besonderen Schwerpunkt möchtest du setzen? Welches Thema liegt dir am Herzen?

Mir persönlich ist die ökologische Ebene der Nachhaltigkeit besonders wichtig. Die Umweltbelastungen unseres ökonomischen Handelns zerstören sowohl die Lebensgrundlagen heutiger als auch nachfolgender Generationen. Das Projekt kann den Jugendlichen Denkanregungen und Entscheidungshilfen für das wertorientierte und nachhaltige Verhalten im ökonomischen und ökologischen Kontext geben.

Welche Herausforderungen und Schwierigkeiten siehst Du im Projekt „Wirtschaftsethik an Schulen“?

Es gibt bisher kein systematisches und umfassendes Angebot für die Unterrichtsgestaltung von Wirtschaftsethik. Daher werde ich als erstes schülergerechtes Material zusammenstellen und entwerfen.
Hinzu kommt, dass wirtschaftsethische Probleme nicht selten aufgrund ihrer Komplexität unübersichtlich sind. Meist gibt es nicht nur eine richtige Lösung, sondern man muss in einer Dilemma-Situation zwischen Individualwohl und Gemeinschaftswohl abwägen. Die Auseinander­setzung mit solchen Problemen erfordert von den Jugendlichen eine kritische Grundhaltung und die Fähigkeit, ihre eigenen Denkstrukturen zu reflektieren. Das wird manchmal durchaus anstrengend und unbefriedigend sein.

Welche Erfahrungen hast Du bisher in der außerschulischen Jugendbildung sammeln können?

Als pädagogische Teamerin bei einem Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe habe ich bereits Bildungsangebote mit Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Jahrgänge aus allen Schulformen durchgeführt. Die Behandlung unterschiedlicher Themenbereiche wie Geschichte, Natur, „Lernen lernen“  oder Teambuilding forderte dabei stets ein hohes Maß an Flexibilität. So lernte ich immer wieder Neues, sowohl auf thematischer als auch auf menschlicher Ebene.

Was findest Du das Interessante und Besondere an der Arbeit von beneVolens?

Ich finde es bemerkenswert mit welchem Einsatz und welcher Vielfalt Jugendliche bei beneVolens auf ihrem Weg zu selbstbewussten und selbstbestimmten Menschen wertgeschätzt und gefördert werden. Insbesondere sozial schwache Jugendliche auf diesem Weg zu begleiten ist eine wichtige Voraussetzung für ihre gesellschaftliche Teilhabe.


Charlotte Bachmair absolvierte ihr Lehramtsstudium in den Fächern Mathematik und katholische Theologie. Während des Studiums führte sie als Teamerin pädagogische Bildungsangebote mit Kindern und Jugendlichen durch. In den Wintermonaten organisierte sie Skireisen für Studenten und Familien. Seit dem 1. Oktober 2018 arbeitet sie für beneVolens als Referentin für das Projekt „Wirtschaftsethik an Schulen“.

Große Spende für das Soziale Seminar

Stiftung ProFiliis unterstützt beneVolens

Seit der Gründung von beneVolens im Jahre 2009 konnte unser Projekte Soziale Seminar nach und nach ausgebaut werden. Mittlerweile nehmen jährlich knapp 100 Jugendliche an fünf Schulen daran teil. Angefangen hat das Soziale Seminar, damals noch in Kooperation mit dem Sozialinstitut Kommende Dortmund, vor über 40 Jahren an der Katholischen Hauptschule Husen.

Um das Soziale Seminar an der Katholischen Hauptschule Husen fortzuführen, hat die Dortmunder Stiftung „ProFiliis“ 3900 Euro gespendet. Der Scheck wurde diese Woche von Herrn Thomas Schieferstein von Pro Filiis stellvertretend an den aktuellen Jahrgang des Sozialen Seminars übergeben. Neben den Jugendlichen war die Schulleiterin Claudia Sutherland, Schulseelsorger Ansgar Eikelmann sowie die beneVolens Referentin Maja Brockmann und Robert Kläsener, Kommende-Referent für politische Bildung, anwesend. 


Die Ende 2008 ins Leben gerufene gemeinnützige Stiftung „ProFiliis“ aus Dortmund hat es sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche zu fördern und zu unterstützen. Die Stiftung engagiert sich im In- und Ausland, hat ihren geografischen Förderschwerpunkt aber in Dortmund. Im vergangenen Jahr wurden 52 Projekte – 49 davon in Dortmund – gefördert.