Author Archives: Lennart Mueller

„Wirtschaftsethik an Schulen in der Region Ruhr“ an der Gesamtschule Scharnhorst gestartet

Gemeinsam mit der Kommende Dortmund, die bereits das Soziale Seminar an der Gesamtschule Scharnhorst betreut, beginnt in diesem Schuljahr das zweijährige Projekt „Wirtschaftsethik an Schulen in der Region Ruhr“, welches von der RAG Stiftung und der Kommende-Stiftung beneVolens finanziell gefördert wird. Es verbindet ökonomische Bildung mit dem Bewusstsein für ethische Verantwortung in der Wirtschaft, um eine gerechtere Gesellschaft und ein gutes Leben für alle zu fördern. Durch alltagsbezogene Beispiele und erfahrungsbasierte Methoden lernen die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Rolle in der Gesellschaft zu finden. An insgesamt drei Schulen werden im Projektzeitraum Unterrichtsreihen, AGs und Projekttage durchgeführt.

Mit der Frage: „Wie kommt man zu einer Wirtschaftsordnung, die den Menschen und dem Gemeinwohl dient?“ machten die Projektreferentinnen Charlotte Bachmair und Anna-Christina Beiker von der Kommende Dortmund den Projektauftakt an der Gesamtschule Scharnhorst. In den zwei Sowi-Kursen der Jahrgangsstufe 11 beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Mechanismen unserer Marktwirtschaft und den Problemen des andauernden Wachstums der Wirtschaft. Anhand eines eigens entwickelten Planspiels kamen die Schülerinnen und Schüler zu der Erkenntnis: „Die Wirtschaft kann nicht immer weiter wachsen, da die Umwelt davon kaputt geht. Irgendwo muss das Wachstum auch mal zum Ende kommen.

Im Verlauf der Unterrichtsreihe setzten sich die beiden Sowi-Kurse mit dem Problem auseinander, warum die Wirtschaft weiter wachsen soll, wenn die Lebenszufriedenheit der Menschen nicht mit wächst und die Umwelt unter diesen Umständen große Schäden erleidet. Daher wünschen sich mittlerweile 88 Prozent aller Deutschen laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung eine „neue Wirtschaftsordnung“. Aber wie kann nachhaltiges Wirtschaften für Mensch und Umwelt aussehen?

Die Schülerinnen und Schüler wurden zu Experten für Alternativen zu unserem Wirtschaftssystem: Umweltbelastung stärker besteuern? Unternehmen bei ethisch nachhaltigem Handeln unterstützen? Politische Anreize für weniger Konsum setzen? Schnell merkten die Schülerinnen und Schüler, dass auch diese Alternativen sich nicht als Allheilmittel herausstellen. Vielmehr müssen einzelne Aspekte der Systeme Stück für Stück etabliert werden, um die endlichen Ressourcen unserer Erde nachhaltig zu schonen und trotzdem die Lebenszufriedenheit aller Menschen zu steigern.

Tätigkeitsbericht 2019 und Jubiläumsschrift 10 Jahre beneVolens

Zurzeit befindet sich der Tätigkeitsbericht im Druck und wird in den kommenden Tagen an den Freundeskreis und die Unterstützer der Stiftung beneVolens versendet.
Die digitale Schrift können Sie hier einsehen.

Vielen Dank für Ihre Verbindung zur Kommende-Stiftung beneVolens und auf ein projektreiches und erfolgreiches Jahr 2021 für unsere Jugendlichen.
Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Advents- und eine festliche Weihnachstzeit.

Anzeigen
10 Jahre Jubiläumsschrift beneVolens

„Soziales Seminar“ an der Gesamtschule Scharnhorst im Lokalradio in Dortmund

Am Freitag, den 04. Dezember 2020 brachte das Lokalradio in Dortmund, Radio 91.2 einen Beitrag aus der Gesamtschule Scharnhorst.
Die Gesamtschule Scharnhorst ist die erste und einzige UNESCO-Schule in Dortmund. Konkret werden dort Projekte, wie „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, Projekttagte und das „Soziale Seminar“ von beneVolens umgesetzt.
Insbesondere im „Sozialen Seminar“ behandelt Referent Dennis Dyka das Thema Respekt mit den Schülern.

Dennis Dyka, Referent von beneVolens

Die Jugendlichen berichten, dass sie spielerisch die Bedeutung von Respekt lernen und einen guten Umgang und ein friedliches Miteinander erleben. Eine Schülerin berichtet, wie wichtig es sei, das Bewusstsein von Wertschätzung zwischen Lehrern und Schulern zu stärken.
Somit ist das „Soziale Seminar“ für die Schüler ein wichtiger Beitrag für den alltäglichen Umgang.

Die Interviews der Schüler und Lehrer können Sie sich hier im aufgezeichneten Radiobeitrag anhören.

Zur weiteren Arbeit der „Sozialen Seminare“ gelangen Sie hier.

Projekt „Recht und Würde“ mit dem Dieter BaackePreis ausgezeichnet

Das Projekt „Recht und Würde“ der LAG Kunst und Medien aus Dortmund wurde am Freitag, den 13. November 2020 zum wiederholten Mal mit dem Dieter Baacke Preis in der Kategorie interkulturelle und intergenerative Projekte ausgezeichnet.
Bei dem intergenerativen Projekt setzten sich unter anderem eine von der Kommende-Stiftung beneVolens geförderte Klasse der Emscherschule Aplerbeck im Rahmen von Fotoworkshops mit den Menschenrechten auseinander. Für viele war es überraschend, was in den Artikeln alles drin steht und viele haben das Thema mit nach Hause genommen und dort in den Familien und mit ihren Freunden vertieft. Das Ergebnis, eine Plakat-Kampagne, wurde zwischen Dezember 2019 und März 2020 im Dortmunder U ausgestellt. In diesem Zeitraum besuchten über 10.000 Menschen die Ausstellung. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Projekt „Recht und Würde“ bietet die Kommende-Stiftung beneVolens ab 2021 ein zweitägiges Seminar mit der Jahrgangsstufe 7 der Emscherschule Aplerbeck zu den Menschenrechten an. Nähere Informationen zur Preisverleihung sehen Sie hier

https://dieter-baacke-preis.de/preisverleihung-2020/ Video 56:10 bis 1:07:42

SDG-Seminare statt deutsch-polnischer Austausch

Eigentlich wären die Schülerinnen und Schüler des Sozialen Seminars an der Katholischen Hauptschule Husen vom 21. bis 25. September 2020 in Krakau zum deutsch-polnischen Jugendaustausch zum Thema „Rassismus und Toleranz“ unterwegs gewesen. Seit 2011 ist der deutsch-polnische Austausch fester Bestandteil des Sozialen Seminars an der Katholischen Hauptschule Husen und immer ein Highlight des Sozialen Seminars. Leider fiel der diesjährige Austausch der Coronavirus-Pandemie zum Opfer.

Statt Krakau in Polen stand nun die Kommende Dortmund für die Schülerinnen und Schüler des Sozialen Seminars auf dem Programm. Inhaltlich setzten sie sich während der Projektwoche mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der UN (Substainable Development Goals, kurz: SDGs) auseinander, die am 25. September 2015 von den Vereinten Nationen in New York – also exakt vor fünf Jahren – verabschiedet wurden. Alle UN-Mitgliedstaaten haben sich durch die Unterzeichnung des Vertrags „Agenda 2030“ dazu verpflichtet, diese Ziele bis zum Jahr 2030 zu verwirklichen.

Mit einem umfassenden Hygienekonzept konnten die unterschiedlichen Themen wieder in Form erlebnispädagogischer Übungen erarbeitet werden. So rechneten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise ihren ökologischen Fußabdruck aus oder erleben, welchen Weg unser Kaffee geht, vom Pflücken über das Sortieren und Schleppen der schweren Säcke voller Bohnen, bis hin zum Rösten und Mahlen.

Null Bock auf Politik?

Seit dem 3. September 2020 finden die ersten Seminare zum Thema „Null Bock auf Politik“ in der Kommende Dortmund statt. Auch wenn die Sinus-Milieu-Studie der Jugend wieder ein verstärktes politisches Interesse bescheinigt, verstehen viele Jugendliche die politischen Entscheidungsprozesse nicht mehr. Aber nur wer weiß, wie politische Entscheidungen getroffen werden, kann auch aktiv am politischen Handeln teilnehmen.

Das Seminar befähigt die Schülerinnen und Schüler, ihre politischen Rechte und Pflichten wahrnehmen zu können und bietet den Jugendlichen die Chance, gemeinsam mit anderen politische Entscheidungsprozesse zu verstehen und zu hinterfragen. Dafür werden gemeinsam verschiedene Merkmale politischen Handelns kennengelernt und die Schülerinnen und Schüler werden ermutigt eigene Forderungen selbst zu erarbeiten und zu präsentieren.

Mit einem umfassenden Hygienekonzept können die zweitägigen Seminare in der Kommende Dortmund unter den Coronavirus-Bedingungen durchgeführt werden. So findet das wichtige personale Angebot endlich wieder statt.

Erfolgreicher Start der Sozialen Seminare

Nachdem die Sozialen Seminare im vergangenen Schuljahr aufgrund der Coronavirus-Pandemie Mitte März abrupt abgebrochen mussten und bis zum Ende des Schuljahres leider nicht mehr fortgesetzt werden konnten, starten sie in diesem Schuljahr wieder an sechs Schulen in Dortmund und Umgebung. Die Kommende-Stiftung beneVolens sieht dies als Bestätigung und Wertschätzung ihrer Arbeit und ist froh, dass wieder außerschulische Angebote möglich sind und die Arbeit mit den Jugendlichen aufgenommen werden kann.

Neben dem Sozialen Seminaren wird auch in diesem Jahr wieder das Entrepreneurship-Seminar „Hauptschüler als Unternehmer“ in Kooperation mit dem Campus-Weggemeinschaft e.V. und der La mer Cosmetics AG an der Städtischen Hauptschule Kamen stattfinden. Das mehrfach preisgekrönte Projekt (zuletzt im vergangenen Jahr mit dem Leo-Preis des Erzbistums Paderborn ausgezeichnet) geht damit in sein sechstes Jahr.

Erfolgreicher Abschluss der Sozialen Seminare – leider ohne feierlichen Rahmen

Robert Kläsener überreicht einer Absolventin des Sozialen Seminars ihr Diplom.

Der feierliche Abschluss der Sozialen Seminare ist jedes Jahr für viele Jugendliche mit ihren Familien ein wichtiges Ereignis und ein Ausdruck der Wertschätzung. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie konnten die Sozialen Seminare ab Mitte März leider nicht mehr wie gewohnt stattfinden und wesentliche Aspekte wie erlebnispädagogische Übungen, bei denen die Jugendlichen ganz persönliche Erfahrungen machen, waren in den letzten Monaten nicht möglich. Einen Großteil der Inhalte und Erfahrungen konnten jedoch bereits vor dem Shutdown der umgesetzt werden. Diese Erfahrungen werden auch in diesem Jahr den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit dem Diplom bzw. dem Zertifikat der Sozialen Seminare bestätigt.

Große Freude auf individuelle Diplome

Denn auch wenn die Absolventen der Sozialen Seminare in diesem Jahr nicht wie gewohnt mit einer Diplom- und Zertifikatsverleihung in der Kommende Dortmund gewürdigt werden konnten, soll das Engagement und die Leistungen der Schülerinnen und Schüler natürlich auch in diesem Jahr gewürdigt werden. Hierzu erhalten die Schülerinnen und Schüler ihre Diplome und Zertifikate zusammen mit den Zeugnissen oder im Rahmen einer kleinen Zertifikatsübergabe, wie zum Beispiel an der Katholischen Hauptschule Husen.


Außerschulischen Angebote der Kommende-Stiftung beneVolens fehlen

Seit über vierzig Jahren bietet die Kommende Dortmund das Soziale Seminar an der Katholischen Hauptschule Husen an. Der Leiter der Hauptschule, Dirk Bresinsky, schildert im Gespräch die Herausforderungen für seine Schülerinnen und Schüler in Zeiten des Corona-Shutdowns und warum es so wichtig ist, dass sie wieder in die Schule kommen können.

Schulalltag gibt den Jugendlichen eine Struktur

Die aktuelle Situation ist für viele Eltern (an allen Schulformen) eine Überforderung. Die Schulen tragen dazu bei, den Stress in Familien zu minimieren und den Alltag zu strukturieren. „Wir sind eine kleine Hauptschule, da ist Beziehungsarbeit für unsere Arbeit überlebenswichtig. Unsere Schule ist mehr als nur ein Lernort. Sie bietet für unsere Schülerinnen und Schüler eine feste Struktur und einen geregelten Tagesablauf, daher ist sie für die „soziale Gesundheit“ unserer Schülerinnen und Schüler unverzichtbar. Diese soziale Ebene ist gerade für unsere Schülerinnen und Schüler vielleicht noch wichtiger als der Unterricht.“

Dirk Bresinsky Katholische Hauptschule Husen

Außerschulische politische Bildung fehlt

Auch wenn der Schulalltag unter veränderten Bedingungen wiederaufgenommen werden konnte, bedauert Dirk Bresinsky, dass die außerschulischen Kooperationen mit der Kommende-Stiftung beneVolens momentan nicht stattfinden können. „Diese Kooperationen machen wir ja, weil wir dadurch Kompetenzen erhalten, die wir selbst an der Schule nicht haben. Solche Angebote wie das Soziale Seminar stärken das soziale Miteinander in der Gruppe. Die Arbeitsweise mit den erlebnispädagogischen Ansätzen ist nicht zu ersetzen und fehlt unseren Schülerinnen und Schüler leider komplett. Die Teilnahme am Sozialen Seminar eröffnet unseren Schülerinnen und Schüler neue Perspektiven und sie haben anschließend ein besseres Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge.“

KARL-KOLLE-Stiftung unterstützt die Sozialen Seminare

Steffen W. Wurst, Robert Kläsener, Erich G. Fritz, Prof. Dr. Winfried Pinninghoff
Fotografin (Kristina Malis)

Die Stiftung beneVolens erhält für die Projektarbeit der Sozialen Seminare eine Förderung von 5.000 € von der KARL-KOLLE-Stiftung.

Die KARL-KOLLE-Stiftung ermöglicht jungen Menschen bessere Perspektiven und Chancen mit Projekten im schulischen Bereich, bis hin zur Förderung von jungen Wissenschaftlern.
Im Namen der KARL-KOLLE-Stiftung sprachen Herr Steffen W. Wurst, Vorstandsvorsitzender (Bild links) und Prof. Winfried Pinninghoff, Kuratoriumsvorsitzender (Bild rechts) ihre Verbundenheit zum Sozialen Seminar und einer Projektförderung, an Herrn Erich G. Fritz und Robert Kläsener der beneVolens Stiftung aus.

Die Förderung von 5.000€ der KARL-KOLLE-Stiftung kommt den Solzialen Seminaren von beneVolens zu Gute.
Die Sozialen Seminare stellen in Kooperation mit Haupt- und Gesamtschulen eine freiwillige Ergänzung zum Unterrichtsalltag dar.
Schülern wird Raum für eine Wissensvermittlung und Diskussionen zu breiten gesellschaftlichen Themen gegeben, wobei Sie ihr Umfeld besser kennenlernen und erkennen, wie sich selbst darin weiterentwickeln.
https://www.benevolens.de/projekte/das-soziale-seminar/

Den Beitrag der KARL-KOLLE-Stiftung erreichen Sie hier.

Wenn Sie auch unsere Jugend unterstützen wollen, schauen Sie sich gerne auf dieser Homepage um und klicken Sie auf unseren „Spenden-Button“.