Vom 20. bis 24. April 2026 fand die letzte von drei Hauptuntersuchungen des Lernsettings zum DFG-Projekt »Religiöse Bildung für Nachhaltige Entwicklung« mit dem Sozialen Seminar der Schule am Koppelteich Kamen in der Kommende Dortmund statt. Nachdem seit Dezember 2024 die Lernsettings gemeinsam geplant und 2025 im Pretest erste Erfahrungen im Seminarkontext gesammelt wurden, konnte im Frühjahr 2026 die Hauptuntersuchung mit den Sozialen Seminaren der Emscherschule Aplerbeck, der Schule am Hafen und der Schule am Koppelteich erfolgreich durchgeführt werden. Im Rahmen der SDG-Woche wurden die Jugendlichen mit den »Sustainable Development Goals« (kurz: SDGs) vertraut gemacht, die im September 2015 auf dem UN-Gipfel in New York verabschiedet wurden. Diese SDGs beinhalten 17 Hauptziele mit jeweiligen Unterzielen zur ganzheitlichen und nachhaltigen Entwicklung der Weltgemeinschaft. Spielerisch lernen die Jugendlichen die Ziele kennen und welchen Beitrag sie selbst – aber auch die gesamte Gesellschaft – zur Zielerreichung leisten können. Entscheidend für den Lernerfolg ist hierbei der Lebensweltbezug, so lernen die Jugendlichen zum Beispiel unter welchen Bedingungen ihr Smartphone produziert wird und warum es sinnvoll ist alte Geräte zum Recycling zu geben.

Das DFG-Projekt »Religiöse Bildung für Nachhaltige Entwicklung« möchte untersuchen, inwiefern diese Teilnehmer:innen anhand der Lernsettings zu umweltbewussterem geplanten Verhalten befähigt werden. Hierbei wird ein außerschulisches, non-formales mit schulischem, formalem religiösen Lernen verglichen.

Zum DFG-Projekt »Religiöse Bildung für Nachhaltige Entwicklung« zur empirischen Erforschung ihrer Wirkung auf das geplante umweltbewusste Verhalten von Haupt- und Sekundarschüler:innen

Für das Vorhaben untersuchten die Wissenschaftler:innen sowohl schulische als auch außerschulische Lernsettings. Zum einen analysierte das Team den Religionsunterricht in 9. und 10. Klassen von drei Dortmunder und Kamener Schulen. Zum anderen kooperiert die Gruppe mit der Kommende Dortmund und ihrer Stiftung beneVolens. Hier standen insbesondere die SDG-Wochen der Sozialen Seminare im Vordergrund, in denen die Schüler:innen ganzheitlich für verschiedene gesellschaftliche Themen – darunter auch Nachhaltigkeit im religiösen Kontext – sensibilisiert wurden. Das Umweltbewusstsein der Schüler:innen wurde in beiden Settings vorab erfasst und im Nachhinein durch Tests sowie Interviews evaluiert. Die Forschenden vergleichen abschließend, welche Aspekte der verschiedenen Lernsettings zum Lernerfolg beigetragen haben.

Weitere Informationen zum DFG-Projekt »Religiöse Bildung für Nachhaltige Entwicklung« finden Sie hier.