Jahresarchiv: 2021

Entrepreneurship-Seminar stellt Seife her

Wir sind die Schülerinnen und Schüler der Städtischen Hauptschule Kamen und arbeiten mit der Firma la mer zusammen. Wir stellen unsere eigene Seife her und verkaufen diese normalerweise auf dem Wochenmarkt in Kamen. Da dies im Moment aufgrund der Corona-Krise nicht möglich ist, wollen wir gern die Möglichkeit nutzen, im Internet darauf aufmerksam zu machen.

Wir haben unsere Klasse in vier verschiedene Unternehmensgruppen eingeteilt.

Wir haben zwei Produktionsgruppen, die die Seife im Labor herstellen. Dann haben wir eine Marketinggruppe, die für die Werbung zuständig ist und wir haben eine Finanzen- und Verkaufsgruppe, die sich um die Finanzen und den Verkauf kümmern.

Unsere Seife ist so besonders, weil die nicht nur wunderbar riecht, sondern auch weil wir mit Naturprodukten arbeiten. Eins der wichtigsten Inhaltsstoffe der Seife ist nämlich der Meeresschlick, den wir direkt aus Cuxhaven geliefert bekommen. Dieser sorgt für gepflegte Hände und eine reine Haut. Die Seife bietet Ihnen ein bislang nicht bekanntes Maß an Flexibilität.

Überzeugen Sie sich selbst und kaufen Sie unsere Seife.

Diplomverleihungen der Sozialen Seminare

Auszeichnungen der erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Sozialen Seminare

Das vergangene Schuljahr wird für viele Jugendlichen in prägender Erinnerung bleiben. Immer wieder neue Situationen an den Schulen, verbunden mit dem ständigen Wechsel zwischen Homeschooling und Präsenzunterricht, dazu die vielen Entbehrungen während des Lockdowns.

„Seit Corona ist die soziale Lage ziemlich einseitig, so gibt das Soziale Seminar in dem Falle eine positive Abwechslung.“ Absolventin des Sozialen Seminars

Trotz der erschwerten Bedingungen der Coronavirus-Pandemie konnten fünf der sechs Sozialen Seminare erfolgreich zu Ende geführt werden. Doch auch wenn einige Seminaranteile digital stattfinden mussten, blieb die erfahrungsbezogene Methodik erhalten und die Jugendlichen setzten sich mit Themen wie Rassismus und Toleranz, Politik und Demokratie, Suchtprävention, den SDGs und weiteren Themen auseinander. Für die Jugendlichen bedeutete das vor allem eine willkommene Abwechslung im Schulalltag, in dem sie einmal ihren Frust ablassen, sich untereinander austauschen oder über Dinge sprechen konnten, die sonst während der digitalen Formate in der Schule zu kurz kommen. Das Engagement und die Leistungen der Jugendlichen über ein Schuljahr wurden natürlich auch in diesem Jahr gewürdigt, auch wenn dies nicht wie gewohnt mit einer Diplom- und Zertifikatsverleihung in der Kommende Dortmund erfolgen konnte. Als Zeichen der Wertschätzung ihres Engagements erhalten die Schülerinnen und Schüler ihre Diplome und Zertifikate zusammen mit den Zeugnissen oder im Rahmen einer kleinen Diplomverleihung, wie zum Beispiel an der Katholischen Hauptschule Husen.

Robert Kläsener überreicht einem Absolventen der Katholischen Hauptschule Husen das Diplom des Sozialen Seminars.

Soziale Seminare finden auch weiterhin statt

beneVolens kümmert sich auch während der Coronavirus-Pandemie um die Persönlichkeitsentwicklung

Die vergangenen Monate waren für viele Jugendliche eine enorme Herausforderung. Nachdem die Sozialen Seminare im September 2020 an sechs Schulen in Dortmund und Umgebung in Präsenz starteten und die Jugendlichen an den Einführungen in die Politik in der Kommende Dortmund teilnehmen konnten, änderten sich seit November 2020 die Bedingungen an den verschiedenen Schulen immer wieder. Trotz vor allem digitalen Formate konnten fünf der sechs Sozialen Seminare auch unter den erschwerten Bedingungen fortgeführt werden. Leider sind die – für die bildungsbenachteiligten Jugendlichen so wichtigen – außerschulischen Angebote zur Zeit nur digital möglich. Die Referentinnen und Referenten der Kommende-Stiftung beneVolens versuchen dies jedoch durch innovative Formate auszugleichen und dabei den Fokus auch weiterhin auf der Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen zu behalten.

Neben den Sozialen Seminaren wird auch das Entrepreneurship-Seminar „Hauptschüler als Unternehmer“ in Kooperation mit dem Campus-Weggemeinschaft e.V. und der La mer Cosmetics AG an der Städtischen Hauptschule Kamen fortgeführt. Leider ist momentan noch nicht absehbar, ob der geplante Verkauf auf dem Kamener Wochenmarkt wie in den vergangenen Jahren stattfinden kann.

„Wirtschaftsethik an Schulen in der Region Ruhr“ an der Gesamtschule Scharnhorst gestartet

Gemeinsam mit der Kommende Dortmund, die bereits das Soziale Seminar an der Gesamtschule Scharnhorst betreut, beginnt in diesem Schuljahr das zweijährige Projekt „Wirtschaftsethik an Schulen in der Region Ruhr“, welches von der RAG Stiftung und der Kommende-Stiftung beneVolens finanziell gefördert wird. Es verbindet ökonomische Bildung mit dem Bewusstsein für ethische Verantwortung in der Wirtschaft, um eine gerechtere Gesellschaft und ein gutes Leben für alle zu fördern. Durch alltagsbezogene Beispiele und erfahrungsbasierte Methoden lernen die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Rolle in der Gesellschaft zu finden. An insgesamt drei Schulen werden im Projektzeitraum Unterrichtsreihen, AGs und Projekttage durchgeführt.

Mit der Frage: „Wie kommt man zu einer Wirtschaftsordnung, die den Menschen und dem Gemeinwohl dient?“ machten die Projektreferentinnen Charlotte Bachmair und Anna-Christina Beiker von der Kommende Dortmund den Projektauftakt an der Gesamtschule Scharnhorst. In den zwei Sowi-Kursen der Jahrgangsstufe 11 beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Mechanismen unserer Marktwirtschaft und den Problemen des andauernden Wachstums der Wirtschaft. Anhand eines eigens entwickelten Planspiels kamen die Schülerinnen und Schüler zu der Erkenntnis: „Die Wirtschaft kann nicht immer weiter wachsen, da die Umwelt davon kaputt geht. Irgendwo muss das Wachstum auch mal zum Ende kommen.

Im Verlauf der Unterrichtsreihe setzten sich die beiden Sowi-Kurse mit dem Problem auseinander, warum die Wirtschaft weiter wachsen soll, wenn die Lebenszufriedenheit der Menschen nicht mit wächst und die Umwelt unter diesen Umständen große Schäden erleidet. Daher wünschen sich mittlerweile 88 Prozent aller Deutschen laut einer Umfrage der Bertelsmann-Stiftung eine „neue Wirtschaftsordnung“. Aber wie kann nachhaltiges Wirtschaften für Mensch und Umwelt aussehen?

Die Schülerinnen und Schüler wurden zu Experten für Alternativen zu unserem Wirtschaftssystem: Umweltbelastung stärker besteuern? Unternehmen bei ethisch nachhaltigem Handeln unterstützen? Politische Anreize für weniger Konsum setzen? Schnell merkten die Schülerinnen und Schüler, dass auch diese Alternativen sich nicht als Allheilmittel herausstellen. Vielmehr müssen einzelne Aspekte der Systeme Stück für Stück etabliert werden, um die endlichen Ressourcen unserer Erde nachhaltig zu schonen und trotzdem die Lebenszufriedenheit aller Menschen zu steigern.