Jahresarchiv: 2020

Tätigkeitsbericht 2019 und Jubiläumsschrift 10 Jahre beneVolens

Zurzeit befindet sich der Tätigkeitsbericht im Druck und wird in den kommenden Tagen an den Freundeskreis und die Unterstützer der Stiftung beneVolens versendet.
Die digitale Schrift können Sie hier einsehen.

Vielen Dank für Ihre Verbindung zur Kommende-Stiftung beneVolens und auf ein projektreiches und erfolgreiches Jahr 2021 für unsere Jugendlichen.
Wir wünschen Ihnen eine besinnliche Advents- und eine festliche Weihnachstzeit.

Anzeigen
10 Jahre Jubiläumsschrift beneVolens

„Soziales Seminar“ an der Gesamtschule Scharnhorst im Lokalradio in Dortmund

Am Freitag, den 04. Dezember 2020 brachte das Lokalradio in Dortmund, Radio 91.2 einen Beitrag aus der Gesamtschule Scharnhorst.
Die Gesamtschule Scharnhorst ist die erste und einzige UNESCO-Schule in Dortmund. Konkret werden dort Projekte, wie „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“, Projekttagte und das „Soziale Seminar“ von beneVolens umgesetzt.
Insbesondere im „Sozialen Seminar“ behandelt Referent Dennis Dyka das Thema Respekt mit den Schülern.

Dennis Dyka, Referent von beneVolens

Die Jugendlichen berichten, dass sie spielerisch die Bedeutung von Respekt lernen und einen guten Umgang und ein friedliches Miteinander erleben. Eine Schülerin berichtet, wie wichtig es sei, das Bewusstsein von Wertschätzung zwischen Lehrern und Schulern zu stärken.
Somit ist das „Soziale Seminar“ für die Schüler ein wichtiger Beitrag für den alltäglichen Umgang.

Die Interviews der Schüler und Lehrer können Sie sich hier im aufgezeichneten Radiobeitrag anhören.

Zur weiteren Arbeit der „Sozialen Seminare“ gelangen Sie hier.

Projekt „Recht und Würde“ mit dem Dieter BaackePreis ausgezeichnet

Das Projekt „Recht und Würde“ der LAG Kunst und Medien aus Dortmund wurde am Freitag, den 13. November 2020 zum wiederholten Mal mit dem Dieter Baacke Preis in der Kategorie interkulturelle und intergenerative Projekte ausgezeichnet.
Bei dem intergenerativen Projekt setzten sich unter anderem eine von der Kommende-Stiftung beneVolens geförderte Klasse der Emscherschule Aplerbeck im Rahmen von Fotoworkshops mit den Menschenrechten auseinander. Für viele war es überraschend, was in den Artikeln alles drin steht und viele haben das Thema mit nach Hause genommen und dort in den Familien und mit ihren Freunden vertieft. Das Ergebnis, eine Plakat-Kampagne, wurde zwischen Dezember 2019 und März 2020 im Dortmunder U ausgestellt. In diesem Zeitraum besuchten über 10.000 Menschen die Ausstellung. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Projekt „Recht und Würde“ bietet die Kommende-Stiftung beneVolens ab 2021 ein zweitägiges Seminar mit der Jahrgangsstufe 7 der Emscherschule Aplerbeck zu den Menschenrechten an. Nähere Informationen zur Preisverleihung sehen Sie hier

https://dieter-baacke-preis.de/preisverleihung-2020/ Video 56:10 bis 1:07:42

Null Bock auf Politik?

Seit dem 3. September 2020 finden die ersten Seminare zum Thema „Null Bock auf Politik“ in der Kommende Dortmund statt. Auch wenn die Sinus-Milieu-Studie der Jugend wieder ein verstärktes politisches Interesse bescheinigt, verstehen viele Jugendliche die politischen Entscheidungsprozesse nicht mehr. Aber nur wer weiß, wie politische Entscheidungen getroffen werden, kann auch aktiv am politischen Handeln teilnehmen.

Das Seminar befähigt die Schülerinnen und Schüler, ihre politischen Rechte und Pflichten wahrnehmen zu können und bietet den Jugendlichen die Chance, gemeinsam mit anderen politische Entscheidungsprozesse zu verstehen und zu hinterfragen. Dafür werden gemeinsam verschiedene Merkmale politischen Handelns kennengelernt und die Schülerinnen und Schüler werden ermutigt eigene Forderungen selbst zu erarbeiten und zu präsentieren.

Mit einem umfassenden Hygienekonzept können die zweitägigen Seminare in der Kommende Dortmund unter den Coronavirus-Bedingungen durchgeführt werden. So findet das wichtige personale Angebot endlich wieder statt.

Erfolgreicher Abschluss der Sozialen Seminare – leider ohne feierlichen Rahmen

Robert Kläsener überreicht einer Absolventin des Sozialen Seminars ihr Diplom.

Der feierliche Abschluss der Sozialen Seminare ist jedes Jahr für viele Jugendliche mit ihren Familien ein wichtiges Ereignis und ein Ausdruck der Wertschätzung. Aufgrund der Coronavirus-Pandemie konnten die Sozialen Seminare ab Mitte März leider nicht mehr wie gewohnt stattfinden und wesentliche Aspekte wie erlebnispädagogische Übungen, bei denen die Jugendlichen ganz persönliche Erfahrungen machen, waren in den letzten Monaten nicht möglich. Einen Großteil der Inhalte und Erfahrungen konnten jedoch bereits vor dem Shutdown der umgesetzt werden. Diese Erfahrungen werden auch in diesem Jahr den Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit dem Diplom bzw. dem Zertifikat der Sozialen Seminare bestätigt.

Große Freude auf individuelle Diplome

Denn auch wenn die Absolventen der Sozialen Seminare in diesem Jahr nicht wie gewohnt mit einer Diplom- und Zertifikatsverleihung in der Kommende Dortmund gewürdigt werden konnten, soll das Engagement und die Leistungen der Schülerinnen und Schüler natürlich auch in diesem Jahr gewürdigt werden. Hierzu erhalten die Schülerinnen und Schüler ihre Diplome und Zertifikate zusammen mit den Zeugnissen oder im Rahmen einer kleinen Zertifikatsübergabe, wie zum Beispiel an der Katholischen Hauptschule Husen.


Außerschulischen Angebote der Kommende-Stiftung beneVolens fehlen

Seit über vierzig Jahren bietet die Kommende Dortmund das Soziale Seminar an der Katholischen Hauptschule Husen an. Der Leiter der Hauptschule, Dirk Bresinsky, schildert im Gespräch die Herausforderungen für seine Schülerinnen und Schüler in Zeiten des Corona-Shutdowns und warum es so wichtig ist, dass sie wieder in die Schule kommen können.

Schulalltag gibt den Jugendlichen eine Struktur

Die aktuelle Situation ist für viele Eltern (an allen Schulformen) eine Überforderung. Die Schulen tragen dazu bei, den Stress in Familien zu minimieren und den Alltag zu strukturieren. „Wir sind eine kleine Hauptschule, da ist Beziehungsarbeit für unsere Arbeit überlebenswichtig. Unsere Schule ist mehr als nur ein Lernort. Sie bietet für unsere Schülerinnen und Schüler eine feste Struktur und einen geregelten Tagesablauf, daher ist sie für die „soziale Gesundheit“ unserer Schülerinnen und Schüler unverzichtbar. Diese soziale Ebene ist gerade für unsere Schülerinnen und Schüler vielleicht noch wichtiger als der Unterricht.“

Dirk Bresinsky Katholische Hauptschule Husen

Außerschulische politische Bildung fehlt

Auch wenn der Schulalltag unter veränderten Bedingungen wiederaufgenommen werden konnte, bedauert Dirk Bresinsky, dass die außerschulischen Kooperationen mit der Kommende-Stiftung beneVolens momentan nicht stattfinden können. „Diese Kooperationen machen wir ja, weil wir dadurch Kompetenzen erhalten, die wir selbst an der Schule nicht haben. Solche Angebote wie das Soziale Seminar stärken das soziale Miteinander in der Gruppe. Die Arbeitsweise mit den erlebnispädagogischen Ansätzen ist nicht zu ersetzen und fehlt unseren Schülerinnen und Schüler leider komplett. Die Teilnahme am Sozialen Seminar eröffnet unseren Schülerinnen und Schüler neue Perspektiven und sie haben anschließend ein besseres Verständnis für gesellschaftliche Zusammenhänge.“

KARL-KOLLE-Stiftung unterstützt die Sozialen Seminare

Steffen W. Wurst, Robert Kläsener, Erich G. Fritz, Prof. Dr. Winfried Pinninghoff
Fotografin (Kristina Malis)

Die Stiftung beneVolens erhält für die Projektarbeit der Sozialen Seminare eine Förderung von 5.000 € von der KARL-KOLLE-Stiftung.

Die KARL-KOLLE-Stiftung ermöglicht jungen Menschen bessere Perspektiven und Chancen mit Projekten im schulischen Bereich, bis hin zur Förderung von jungen Wissenschaftlern.
Im Namen der KARL-KOLLE-Stiftung sprachen Herr Steffen W. Wurst, Vorstandsvorsitzender (Bild links) und Prof. Winfried Pinninghoff, Kuratoriumsvorsitzender (Bild rechts) ihre Verbundenheit zum Sozialen Seminar und einer Projektförderung, an Herrn Erich G. Fritz und Robert Kläsener der beneVolens Stiftung aus.

Die Förderung von 5.000€ der KARL-KOLLE-Stiftung kommt den Solzialen Seminaren von beneVolens zu Gute.
Die Sozialen Seminare stellen in Kooperation mit Haupt- und Gesamtschulen eine freiwillige Ergänzung zum Unterrichtsalltag dar.
Schülern wird Raum für eine Wissensvermittlung und Diskussionen zu breiten gesellschaftlichen Themen gegeben, wobei Sie ihr Umfeld besser kennenlernen und erkennen, wie sich selbst darin weiterentwickeln.
https://www.benevolens.de/projekte/das-soziale-seminar/

Den Beitrag der KARL-KOLLE-Stiftung erreichen Sie hier.

Wenn Sie auch unsere Jugend unterstützen wollen, schauen Sie sich gerne auf dieser Homepage um und klicken Sie auf unseren „Spenden-Button“.

#WirsindDOlidarisch

Liebe Dortmunderinnen, liebe Dortmunder,

das Coronavirus hat das öffentliche Leben weitgehend lahmgelegt. Kitas und Schulen, Spiel- und Bolzplätze sind geschlossen. Hunderte Veranstaltungen wurden abgesagt. Vereine haben den Betrieb eingestellt. Amüsierbetriebe dürfen nicht mehr öffnen …

Für die meisten von uns ist diese Situation vollkommen neu. Wir haben Vergleichbares noch nicht erlebt. Und gar keine Frage: Die inzwischen massiven Einschränkungen werfen im Alltag eine Vielzahl von Problemen auf. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir jetzt zusammenhalten. Es geht um Solidarität!

Solidarität ist ein Begriff, der gerade hier im Ruhrgebiet eine besondere Bedeutung hat. Der Strukturwandel im Revier ist auf Solidarität aufgebaut. Uns Dortmunder*innen muss daher niemand erklären, was es bedeutet, sich solidarisch zu verhalten. Wir wissen: In diesen Tagen und Wochen bedeutet es vor allem, diejenigen zu schützen und zu unterstützen, die durch das Coronavirus am meisten gefährdet sind. Unsere älteren Mitbürger*innen und Menschen mit einer Vorerkrankung. Dazu natürlich all die Personen, die zur Aufrechterhaltung der unverzicht- baren Leistungen, der „kritischen Infrastruktur“ also, unbedingt gebraucht werden.

Das zentrale Ziel aller Maßnahmen ist, die Ausbreitung des Virus’ zu verlangsamen, damit diejenigen, die medizinische Hilfe benötigen, bestmöglich versorgt werden können. Gemeinsam müssen wir verhindern, dass die Zahl der Erkrankungen, die schon jetzt sehr schnell steigt, die Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems übersteigt.


Deshalb wenden wir uns mit einem gemeinsamen Appell an Sie:
→ Bitte folgen Sie unbedingt den Empfehlungen und Anordnungen der Behörden!
→ Bitte vermeiden Sie aktuell alle unnötigen sozialen Kontakte!
→ Bitte machen Sie nur noch die Wege (zur Arbeit und zurück, zur Apotheke, zum Arzt), die unbedingt erforderlich sind! Ansonsten: Bleiben Sie bitte zu Hause!
→ Bitte beachten Sie die Hygienetipps. Vor allem: Waschen Sie sich mehrfach am Tag gründlich mit Seife und warmem Wasser die Hände!
→ Bitte halten Sie Abstand zu anderen Menschen!
→ Bitte unterstützen Sie diejenigen, die jetzt unsere Hilfe brauchen. Nehmen Sie älteren Menschen Einkäufe und Erledigungen ab, damit sie selbst nicht aus dem Haus müssen!
→ Wenn es Ihnen möglich ist: Bitte gehen Sie Blut spenden, damit für Notfälle ausreichend Reserven vorhanden sind!

Unterzeichner

  • adesso SE
  • Agentur für Arbeit
  • Berufsförderungswerk Dortmund
  • BIG direkt gesund
  • Borussia Dortmund
  • Bounty Communication Group
  • Continentale Versicherungsverbund
  • DEW21 – Dortmunder Energie und Wasserversorgung
  • DIE 4MA
  • DOGEWO21
  • DOKOM21
  • Dortmund Airport21
  • Dortmunder Hafen21
  • DORTMUNDtourismus
  • Dortmunder U
  • Dortmunder Volksbank eG
  • DSW21 – Dortmunder Stadtwerke AG
  • Deutsches Fußballmuseum
  • Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik
  • GREEN IT Das Systemhaus
  • Handwerkskammer Dortmund
  • Hauptzollamt Dortmund
  • Industrie- und Handelskammer zu Dortmund
  • Jobcenter Dortmund
  • Kath.St.-Johannes-Gesellschaft Dortmund gGmbH
  • Leue & Nill Internationaler Versicherungsmakler
  • Materialprüfungsamt Nordrhein-Westfalen
  • Materna Information & Communications SE
  • MOSAIK MANAGEMENT Kommunikation und Events
  • Neovaude GmbHNetzwerk Industrie RuhrOst e.V. (NIRO)
  • Ruhr NachrichtenSIGNAL IDUNA Gruppe
  • Sparkasse Dortmund
  • Spar- und Bauverein eG
  • Team Deutschland-Achter
  • VOLKSWOHL BUND Versicherungen Wilo Gruppe
  • Zilla Medienagentur

Wenn Sie sich dem Appell ebenfalls anschließen möchten, veröffentlichen Sie ihn gerne auf der Homepage ihres Unternehmens oder mit dem Hashtag #WirsindDOlidarisch über ihre Social-Media-Kanäle.

beneVolens erhält Förderpreis des Dortmunder Stiftungstags

Die Stiftung beneVolens hat den Förderpreis des Dortmunder Stiftungstags erhalten. Ausschlaggebend für die Jury war dabei besonders das Engagement der Stiftung zum Abbau von Chancenungleichheiten im Bildungssystem. Wie etwa durch das Projekt Soziale Seminar.

Übergeben wurde der mit 3.000 Euro dotierte Preis durch Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Dieser zeigte sich begeistert von der Arbeit der Stiftung und verwies auf deren Relevanz für die Stadt: „Soziale Schieflagen werden oft vererbt, nicht absichtlich, aber faktisch. Viele Kinder, gerade in der Nordstadt Dortmunds, brauchen Hilfe, Paten und Mentoren auf ihrem Weg durch das Bildungssystem. Hier tut sich einiges und es gibt bereits tolle Projekte, doch noch so viel mehr Bedarf“. Zudem hob Sierau hervor, dass beneVolens als eher kleinere Stiftung mit wenig Kapital sehr viel erreicht.

Erich G. Fritz, Vorsitzender der Stiftung beneVolens, bedankt sich für den Förderpreis.
Erich G. Fritz, Vorsitzender der Stiftung beneVolens, bedankte sich auf dem 4. Dortmunder Stiftungstag für die Auszeichung. Foto: Kristina Malis/ Dortmunder Stiftungstag

Die Jury war außerdem angetan von den weiteren Projekten der Stiftung, wie dem vor zwei Jahren gegründeten Projekt Wirtschaftsethik an Schulen oder dem Projekt Entrepreneurship – Hauptschüler als Unternehmer. Hier äußerste Oberbürgermeister Sierau den Wunsch, das Projekt, welches aktuell an einer Kamener Schule stattfindet, auf eine Dortmunder Schule zu erweitern.

Die Auszeichnung an die Stiftung beneVolens wurde im Rahmen des 4. Dortmunder Stiftungstags am 28. Februar 2020 vergeben. Rund 150 Akteurinnen und Akteure der Dortmunder Stiftungslandschaft waren zuvor in der Sparkassenakademie NRW am Phoenix-See zusammengekommen. Ziel war es sich zu vernetzen und fachlich auszutauschen.

Einen ausführlichen Bericht und weitere Bilder zur Vergabe des Förderpreises finden Sie auf der Seite des Dortmunder Stiftungsportals.

Musicalprojekt 2019

„Mitten in einer durcheinadergewirbelten Welt fühlen wir uns, als würden wir nur im Kreis laufen. Leere Versprechen und leere Worte lassen und hungrig auf etwas neues zurück“ – „Doch wir müssen jetzt aufdrehen und für das aufstehen, an das wir glauben“.

Diese übersetzten Zeilen stammen aus dem Lied „Turn it up“. Ende 2019 fand, nach einem Jahr Pause, erneut ein Musical-Projekt der Stiftung beneVolens statt. Gemeinsam mit 15 Künstlerinnen der Internationalen Art Performing Group GenVerde haben rund 170 Jugendliche der Heinrich-Böll-Gesamtschule aus Dortmund das Rock-Konzert „Start Now“ auf die Beine gestellt. Die Band GenVerde setzt sich durch ihre Projekte für eine Verständigung und Frieden zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen, Religionen und sozialen Schichten ein.

Gesang statt Geometrie

Im Vorfeld des Konzerts hatten sich die Jugendlichen drei Tage lang in unterschiedlichen Workshops auf ihren großen Auftritt vorbereitet. Statt Deutsch und Mathe zu büffeln, studierten sie Tänze ein, übten die ihnen unbekannten Lieder oder trainierten ihr Rhythmusgefühl mit Hilfe von Trommeln und Schlagstöcken. Dabei kamen oftmals unentdeckte Fähigkeiten zum Vorschein. So konnten die Jugendlichen, von denen manche durch schlechte Schulleistungen schon früh vom Leben enttäuscht sind, über sich hinauswachsen und durch ihre neu entdeckten Talente Selbstbewusstsein sammeln.

Daran anknüpfend betonten die Künstlerinnen von GenVerde immer wieder, dass die Jugendlichen im Leben mutig sein sollen und dabei sind, gemeinsam etwas Großes zu schaffen.

Manche Aufgaben, wie ein ganzes Konzert innerhalb weniger Tage einüben und aufführen, können nur gelingen, wenn man gemeinsam an einem Strang zieht und sich nicht durch Hindernisse, Schwierigkeiten und Streitigkeiten aufhalten lässt. Besonders nicht von Streitigkeiten, welche Unterschiede zwischen verschiedenen Menschen in den Mittelpunkt stellen.

An diesen Apell knüpft auch das Konzert selbst an. Das Konzert drehte sich um die Erfahrungsberichte von Flüchtlingen und Reisenden, die von Ungerechtigkeiten und sinnloser Gewalt auf der ganzen Welt erwählen. Besonders die persönlichen Erfahrungsberichte der Künstlerinnen von GenVerde haben die Jugendlichen emotional berührt.

Auch die Zuschauer in der gut gefüllten Sporthalle der Heinrich-Böll-Gesamtschule waren am Ende sichtlich begeistert. Deren Applaus und Zustimmung vermittelte den Jugendlichen ein Gefühl der Wertschätzung und stärkte sie, neben den neu entdeckten Talenten, zusätzlich in ihrem Selbstvertrauen.